Viktualienmarkt

Aus Angst vor Anschlägen: Händler-Sprecherin fordert Poller für Viktualienmarkt

Der Viktualienmarkt ist bei Münchnern und Touristen sehr beliebt. Viele Menschen halten sich hier auf.
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Der Viktualienmarkt ist bei Münchnern und Touristen sehr beliebt. Viele Menschen halten sich hier auf.
Viktualienmarkt-Sprecherin Elke Fett
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Viktualienmarkt-Sprecherin Elke Fett
Martin Schmid (59), Geschäftsführer aus München
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Martin Schmid (59), Geschäftsführer aus München
Rolf Hegetusch (68), Kunstmaler aus München
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Rolf Hegetusch (68), Kunstmaler aus München
Lea Klein (28) von Kleins Wald und Wies’n Standl aus München
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Lea Klein (28) von Kleins Wald und Wies’n Standl aus München
Andrea Mettheß (50) vom Standl Blumen Rainer aus München
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Andrea Mettheß (50) vom Standl Blumen Rainer aus München
Andrea Schuster (37) von Erikas Blumenstandl aus Taufkirchen
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Andrea Schuster (37) von Erikas Blumenstandl aus Taufkirchen

Altstadt: Barcelona, Berlin, Nizza: schreckliche Terror-Bilder aus Touristenorten. Nun will Viktualienmarkt-Sprecherin Elke Fett eine der größten Münchner Attraktionen vor potenziellen Lkw-Anschlägen schützen.

Noch keinen Monat ist der Laster-Terror in Barcelona her. Die Angst vor Anschlägen ist in Großstädten gegenwärtig – auch in München. Viktualienmarkt-Sprecherin Elke Fett fordert nun in einer E-Mail an die Stadt Poller für mehr Sicherheit.

Die Metallpfosten sollen verhindern, dass Lastwagen ungebremst in Menschenmengen rasen können. „Für die Wiesn werden Sicherheitsvorkehrungen wie Poller getroffen. Das ist auch gut so, aber am Viktualienmarkt sind täglich tausende Menschen unterwegs“, sagt Fett. Über Sicherheitsvorkehrungen denke trotzdem kaum jemand nach.

Erst vor kurzem hatte die CSU im Rathaus einen Antrag gestellt, wonach sich die Fraktion versenkbare Poller für die Fußgängerzone in der Innenstadt wünscht. Wie die Fraktion in ihrem Antrag schreibt, würden nirgends so viele Menschen verkehren wie in der Fußgängerzone zwischen Altem Rathaus und Stachus. Da die Metallpfosten versenkbar sind, stellen sie für alle Befugten, wie Anwohner, Polizei und Lieferanten kein Problem dar.

Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) hat sich der Forderung nach Pollern bereits angenommen. „Wir wurden im Vorfeld vom OB und anschließend von der CSU damit beauftragt, mögliche Schutzmaßnahmen, wie beispielsweise Poller, zu prüfen und mit der Polizei abzustimmen“, sagt KVR-Sprecher Johannes Mayer auf Anfrage. Ob und wo es in der Innenstadt Poller geben wird, kann das Referat zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten. Laura Felbinger

Umfrage: Das halten die Menschen auf dem Viktualienmarkt von Fetts Forderung 

Martin Schmid (59), Geschäftsführer aus München

Martin Schmid (59), Geschäftsführer aus München: „Ich finde Poller sehr sinnvoll. Bei den ganzen Anschlägen mit Lastwagen in der letzten Zeit, ist es schon gut, sich zu schützen. Eigentlich sind diese Dinger generell unumgänglich zum Schutz der Menschen.“

Rolf Hegetusch (68), Kunstmaler aus München

Rolf Hegetusch (68), Kunstmaler aus München: „Ich halte Poller am Viktualienmarkt grundsätzlich auf jeden Fall für sinnvoll. Da kann überall was passieren. Und die Poller stören ja die Besucher des Viktualienmarkts nicht.“

Lea Klein (28) von Kleins Wald und Wies’n Standl aus München

Lea Klein (28) von Kleins Wald und Wies’n Standl aus München: „Ich denke nicht, dass das was bringt. Wenn jemand einen Anschlag irgendwo plant, dann findet der immer einen Weg. Da dürfte ich gar nicht mehr hierher kommen geschweige denn das Haus verlassen.“

Andrea Mettheß (50) vom Standl Blumen Rainer aus München

Andrea Mettheß (50) vom Standl Blumen Rainer aus München: „Ich finde die Idee ganz gut. Wenn man an die vielen Terroranschläge denkt – in Barcelona oder auf dem Christkindlmarkt in Berlin. Es ist leider nicht so unwahrscheinlich, dass was passieren könnte.“

Andrea Schuster (37) von Erikas Blumenstandl aus Taufkirchen

Andrea Schuster (37) von Erikas Blumenstandl aus Taufkirchen: „Ich finde Poller zwar gut, denn dann können nur noch die hier lang fahren, die befugt sind. Aber es wäre schade, wenn die Leute wegen der Poller an Attentate denken und weniger unbeschwert sind.“

Umfrage: Laura Felbinger, Franziska Boner

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