Bald mehr Platz fürs Radl?

Neue Radler-Route für München – Für Autos soll es dadurch keine Nachteile geben – Kritik der Grünen

Entlang der Sternstraße fahren bislang kaum Fahrradfahrer, einen Radweg gibt es derzeit auch nicht. Das könnte sich künftig ändern – der BA fordert eine Prüfung, was dort möglich ist.
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Entlang der Sternstraße fahren bislang kaum Fahrradfahrer, einen Radweg gibt es derzeit auch nicht. Das könnte sich künftig ändern – der BA fordert eine Prüfung, was dort möglich ist.
  • Kassandra Fischer
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Für Fahrradfahrer soll es bald im Lehel Verbesserungen geben. Jedoch kommen Maßnahmen, die Autos einschränken könnten, nicht in Frage im BA. Die Grünen kritisieren das.

Lehel - Entlang der Widenmayerstraße, gleich neben der Isar, können Radler derzeit einmal längs durchs Lehel strampeln.

„Abseits der Isar-Parallele ist das mit dem Fahrrad aber wahnsinnig schwer“, betonte Bernhard Wittek (CSU) in der jüngsten Sitzung des Stadtviertelgremiums.

In einem interfraktionellen Antrag forderte die CSU deshalb gemeinsam mit SPD, FDP und Freien Wählern eine Verbesserung: Die Stadtverwaltung soll den Ausbau einer sicheren und zusammenhängenden Nord-Süd-Radverbindung zwischen Tivoli-und Maximilianstraße prüfen.

Keine Einschränkungen für Autos - Scharfe Kritik der Grünen

Eine Reihe an Maßnahmen, die dafür in Frage kommen, nannten die Antragssteller bereits. Darunter: die Anpassung der Einbahnregelung für Radler, die Ausweisung neuer Radwege, Fahrradschutzstreifen oder Fahrradstraßen. Viel wichtiger war ihnen jedoch, welche Maßnahmen dafür nicht in Frage kommen – nämlich ein Wegfall von Fahrspuren oder Parkplätzen.

An dieser Stelle gab es harsche Kritik von den Grünen. Diese fanden die Idee zwar grundsätzlich gut, forderten aber in einem extra Antrag, dass alle Möglichkeiten geprüft werden – also auch die beiden ausgeschlossenen Optionen.

„Es ist unrealistisch, so etwas von der Verwaltung zu fordern, ohne an anderer Stelle Platz wegzunehmen“, ärgerte sich Philippe Louis (Grüne), der auch den Unterausschuss „Mobilität und öffentlicher Raum“ leitet.

„Wenn wir eine ordentliche Verbindung wollen, müssen wir das sagen – aber dann zu den Bedingungen, die möglich sind“. Die Mehrheit im Gremium überstimmte jedoch den Einwand der Grünen. So ging der Antrag nun in seiner ursprünglichen Form an die Stadt.

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