Hier ist Zukunft

München als Europas Hauptstadt der künstlichen Intelligenz?

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Wird München zur Stadt der Zukunft?

München als Pendant zum Silicon Valley? Potenzial ist dafür auf alle Fälle vorhanden. Wie diese Möglichkeiten genutzt werden könnte...

Sensoren an Hydranten, die mögliche Rohrbrüche im Wasserleitungsnetz bereits während ihrer Entstehung erkennen können. Roboter, die selbständig Botengänge unternehmen und das Lagermanagement eines Krankenhauses übernehmen – was nach Science-Fiction-Film klingt, wird am Institut für Informatik der LMU zur Münchner Realität. 

Treibende Kraft dahinter: Künstliche Intelligenz (KI). „München ist die KI-Hauptstadt Europas“, sagt Claudia Linnhoff-Popien, Leiterin des Lehrstuhls für Mobile und Verteilte Systeme. „Jede große, weltweit agierende Company hat eine Niederlassung in München.“ 

„Jede große, weltweit agierende Company hat eine Niederlassung in München.“ sagt Claudia Linnhoff-Popien.

Das mache die Stadt zum idealen Austragungsort für die jetzt stattfindende Tagung „­Digicon“. Organisiert wird das Event vom Lehrstuhl initiierten Verein „Digitale Stadt München“, der vor allem als Networking-Plattform in Erscheinung tritt. Schließlich mache gerade das Voneinander-Lernen das Silicon Valley so erfolgreich – und München sei auf dem besten Weg, das bayerische Pendant zu werden. 

Ein Beispiel: In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken München erkennt und lokalisiert der Lehrstuhl für Mobile und Verteilte Systeme Leckstellen im Wassernetz anhand von Geräuschdaten. Körperschallmikrofone und KI-Methoden kommen hier zum Einsatz: kündigt sich ein Leck an, hört das die Technik – ein Münchner Pilotprojekt. 

Bringt die künstliche Intelligenz nur Vorteile? „Digitalisierung führt auch zu Arbeitslosigkeit“, so Linnhoff-Popien. 

Die Hydranten müssen nicht mehr personalintensiv einzeln angefahren und getestet werden. Die perfekte Route spart Zeit und Arbeit. 

Aber: „Das Personal kann in anderen Bereichen vermehrt ausgebildet werden.“ Etwa in der Alten- und Krankenpflege. „Gerade dort, wo es auf menschlichen Kontakt ankommt.“ 

S. Obermeir

Die „Digicon 2019“ (Motto: „Artificial Intelligence – mit kognitiven Technologien zu autonomen Systemen“) steigt am Mittwoch, 20. und Donnerstag, 21. November, im Palais Lenbach, Ottostraße 6. Infos:www. ­­digitaleweltmagazin.de/­digicon/

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