Gabel rechts oder links?

München, benimm dich mal!

Faux-Pas beim Dinner: sich ein Brötchen schmieren statt Stück für Stück zu essen. Den Finger erhebt Knigge-Trainerin Cindy Seifert nur fürs Foto. In Seminaren setzt sie auf Humor.
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Faux-Pas beim Dinner: sich ein Brötchen schmieren statt Stück für Stück zu essen. Den Finger erhebt Knigge-Trainerin Cindy Seifert nur fürs Foto. In Seminaren setzt sie auf Humor.

Egal ob im Biergarten oder Hauben-Restaurant: Knigge-Trainerin Cindy Seifert erklärt, warum Anstand heutzutage so wichtig ist wie nie. 

München – Grantler, ins Handy starrende Jugendliche und Rüpel – manchmal verzweifelt man im Münchner Alltag. „Aber der Schein trügt – den meisten Jugendlichen ist Anstand sehr wichtig“, betont Cindy Seifert. Und vor allem in der Arbeitswelt werde gutes Benehmen immer wichtiger. Die Knigge-Trainerin gibt ein kostenloses Benimm-Seminar im Bayerischen Hof. Ein paar ihrer wichtigsten Tipps, hat sie Hallo schon vorab verraten. so

Im Biergarten/im Restaurant Anstoßen ist in manchen Gesellschaftsschichten anstößig. Im Biergarten gehört es dazu. Der, der einlädt, beginnt damit! Im Hauben-Restaurant aber: nur in kleinen Runden und bei besonderen Anlässen, entweder mit allen oder nur allen zunicken. Die wichtigsten Regeln bei den Tischmanieren: Die Serviette auf den Schoss legen und immer, wenn Sie eine Pause machen, den Mund damit abtupfen. Sonst wird das Glas dreckig! Das Glas übrigens nur am Stiel anfassen. Wenn es Brot gibt, solle man sich keinen Butterbrötchen schmieren, sondern Brotstücke abreißen und Stück für Stück essen.

Im Bus und in der U-Bahn Seinen Sitzplatz jemandem anzubieten, der ihn notwendiger braucht, als man selbst – selbstverständlich. Aber was, wenn man den angebotenen Platz nicht braucht oder sich dadurch vielleicht angegriffen fühlt? Seien Sie nicht wie der ältere Herr, den ich letztens beobachtet habe und sagen nicht: „So alt bin ich gar nicht!“ sondern: „Danke für Ihr Angebot, aber ich stehe lieber.“ 

Im Lift beim Smalltalk Nörgeln Sie nicht – auch bei Regen. Schaffen Sie positive Stimmung. Die Kunst guten Smalltalks ist aktives Zuhören. Stellen Sie sich vor, was Sie von Ihrem Gesprächspartner lernen können. Stellen Sie offene Fragen, die keine Ja-Nein-Antwort erlauben. „Sie waren im Urlaub in XY? Was hat Ihnen besonders gefallen, haben Sie einen Tipp für mich?“ Small- talk lässt sich übrigens üben. Probieren Sie es an der Supermarktkasse aus: Kommentieren Sie etwas kurz, achten darauf wie Ihr Gegenüber reagiert. Machen Sie jemanden an der Bushaltestelle ein Kompliment: Ihre Uhr ist sehr schön!

Der Lions Club München Mare Nostrum lädt am Donnerstag, 5. März, zum Seminar „Kniggelicious“. Beginn im Bayerischen Hof, Palais Stube, Promenadenplatz 2–6, ist um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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