Ausstellung gegen Corona-Blues

Die Pop-Up-Galerie „No Depression Room“ zeigt Kunst hinter Fensterscheiben – und könnte langfristig bleiben

Vorbeigehende können an der Dachauer Straße 157 Kunst von draußen bestaunen.
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Vorbeigehende können an der Dachauer Straße 157 Kunst von draußen bestaunen.
  • Kassandra Fischer
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An der Dachauerstraße 157 können Vorbeigehende derzeit Kunst hinter den Fensterscheiben der Pop-Up-Galerie „No Depression Room“ bestaunen.

  • No Depression Room“ heißt die Pop-Up-Galerie an der Dachauer Straße 157.
  • Vorbeigehende können dort Kunst durch die Fensterscheiben bestaunen.
  • Die Galerie könnte auch langfristig in der Maxvorstadt bleiben.

MAXVORSTADT Museen, Ausstellungsräume und auch Galerien: seit Monaten zu. Deshalb komplett auf Kunst verzichten? Von wegen! In der Pop-Up-Galerie an der Dachauer Straße 157 können Vorbeigehende die ausgestellten Werke einfach von draußen durch die Fensterscheiben der ehemaligen Apotheke, die zuvor länger leer stand, bestaunen.

Pop-Up-Galerie an der Dachauer Straße: Kunst durch Fensterscheiben bestaunen

No Depression Room“ nennt Marlene Meier, Masterstudentin der Kunstpädagogik, ihr Projekt, das inmitten der Pandemie entstanden ist. Anderen soll es in der tristen Corona-Zeit helfen. Für sie selbst ist es das eigene Projekt, um nicht in ein „Corona-Loch“ zu fallen. Die Idee kam ihr im Rahmen ihres Studiums. „Ich brauchte irgendwas zu tun“, so die 31-Jährige, die auch als Kunstlehrerin arbeitet und im Viertel wohnt. Jeden Montag wird also umgebaut, dann gibt es wieder neue Kunstwerke zu bestaunen. Draußen hängen Informationen zur aktuellen Ausstellung, außerdem der Kontakt zu den Künstlern. Dabei achtet Meier darauf, bewusst solchen eine Chance zu geben, die noch nirgends eine Plattform hatten. Das sind vor allem Studierende, aber auch Hobby-Künstler. „Wer etwas kaufen will, muss sich direkt an die Künstler wenden“, so Meier, die das Projekt ganz ohne Profit betreibt.

Neue Galerie könnte auch langfristig in Maxvorstadt bleiben

Möglich ist das alles nur, weil Meier mit dem Hausbesitzer befreundet ist. „Er hat mir die Räumlichkeit zur Zwischennutzung kostenlos zur Verfügung gestellt.“ Was schon Ende Februar hätte auslaufen sollen, wird jetzt auf unbestimmte Zeit verlängert – und könnte sogar langfristig bleiben. „Der Besitzer findet das eine tolle Idee.“ Möglich sei das aber nur, wenn die hinteren Räume als Atelierräume vermietet und dadurch Kosten gedeckt werden.

Das Programm der nächsten Wochen

8. bis 14. März: Katharina Beyer und Maria Schürch

15. bis 21. März: Soyeon Kim

22. bis 28. März: Lisa Langbein, Laura Sattelmair und Julia Huber

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