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Münchner Streetart-Künstler will Backsteinhäuschen am Spielplatz am Königsplatz verschönern

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Von: Kassandra Fischer

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Lion Fleischmann würde gerne das Backsteinhäuschen neben dem Spielplatz, der sich nördlich des Königsplatzes befindet, künstlerisch gestalten.
Lion Fleischmann würde gerne das Backsteinhäuschen neben dem Spielplatz, der sich nördlich des Königsplatzes befindet, künstlerisch gestalten. © Kassandra Fischer

Streetart-Künstler Lion Fleischmann möchte das Backsteinhäuschen am Königsplatz umgestalten. Unterstützung für seine Idee gibt’s vom BA - Das sagt die Stadt...

Maxvorstadt - An der Donnersbergerbrücke und dem SWM-Häuschen auf dem Max-Lebsche-Platz in Großhadern sind seine Kunstwerke bereits zu bewundern. Jetzt will Lion Fleischmann sich auch in der Maxvorstadt verewigen. Er liebäugelt dabei mit dem Backsteinhäuschen, das an den Spielplatz am Königsplatz grenzt.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Backsteinhäuschen am Spielplatz am Königsplatz verschönern: Streetart-Künstler plant Graffiti-Kunstwerk

„Ich fahre mit dem Radl durch die Stadt und sehe immer wieder Flächen, bei denen ich denke, die könnte man geil anmalen.“ So entdeckte der Künstler, der in Großhadern aufgewachsen ist, auch das Gebäude, das dem Baureferat gehört und derzeit von verschiedenen Sprayereien – für manch einen gar Schmierereien – „geziert“ wird. „So etwas zieht die ganze Graffiti-Szene in Verruf“, bedauert Fleischmann. Andererseits gebe es in München kaum legale Flächen, um zu sprayen. „Es wäre toll, wenn die Stadt von alleine auf Künstler zukommen würde.“

Hinzu komme die sogenannte Broken-Window-Theorie, laut der ein Zusammenhang zwischen dem Verfall von Stadtgebieten und Kriminalität besteht. Fleischmann glaubt daran anknüpfend: „Je abgefuckter etwas aussieht, desto weniger Hemmungen haben die Leute, es weiter zu verdrecken.“

Er selbst schafft schon seit Jahren Kunstwerke mit der Spraydose und ist der festen Überzeugung, dass er auf diese Weise die ganze Ecke aufwerten könnte. „Die Leute, die sich hier aufhalten, würden davon profitieren.“ Die Erfahrung, beispielsweise am bemalten SWM-Häuschen, zeige zudem, dass über Kunstwerke nicht einfach drübergesprüht werde. „Wenn da ein tolles Bild ist, dann greift der Schutz des szene-internen Ehrenkodexes“.

Graffiti-Kunstwerk am Spielplatz nördlich des Königsplatzes: Reaktionen von BA und Stadt

Eine Idee für ein Motiv hat Fleischmann derzeit noch nicht. Zunächst braucht er die Erlaubnis von der Stadt. Ob das in diesem Fall möglich ist, müsse geprüft werden, erklärte eine Sprecherin auf Hallo-Nachfrage. Der Münchner Künstler, der seinen Schwerpunkt in Comic- und Tiermotiven hat, würde sich dann etwas überlegen, was zum Spielplatz und der Umgebung passt. Als Inspiration könnte er sich auch den naheliegenden Königsplatz oder die Glyptothek vorstellen.

In zwei bis vier Tagen und mit einem Budget von rund 3000 Euro glaubt Fleischmann, dass die Aktion machbar wäre. Die Idee hat er deshalb jüngst auch dem zuständigen BA präsentiert. Dieser begrüßte den Vorstoß einstimmig und kann sich auch eine finanzielle Unterstützung vorstellen. Eine Überlegung aus dem Gremium war, dass man die Fläche alle paar Jahre dann auch neuen Künstlern zur Verfügung stellen könnte. Dass sein potenzielles Werk dort nicht für immer sein könnte, ist für Fleischmann kein Problem. „Ein Graffiti ist per Definition vergänglich.“

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