Tägliche Ärgernisse

Platzmangel am Luitpold-Gymnasium – was die Schulleiterin sonst noch stört, wo Hilfe naht 

Es nervt gewaltig: Immer wieder findet Schulleiterin Renate Matthias E-Roller, die achtlos vor dem Tor zum Schulhof liegen. Im Grünstreifen (Hintergrund) will der BA jetzt  zusätzliche Radstellplätze schaffen.
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Es nervt gewaltig: Immer wieder findet Schulleiterin Renate Matthias E-Roller, die achtlos vor dem Tor zum Schulhof liegen. Im Grünstreifen (Hintergrund) will der BA jetzt zusätzliche Radstellplätze schaffen.
  • Kassandra Fischer
    VonKassandra Fischer
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Das Münchner Luitpold-Gymnasium im Lehel braucht mehr Platz. Es fehlen sowohl Räume, als auch Rad-Abstellplätze. Über was sich die Schulleiterin noch ärgert.

Lehel - Massive Platzsorgen, ein tägliches Verkehrschaos und zu wenig Abstellflächen fürs Radl – bei einem Ortstermin mit dem zuständigen Bezirksausschuss kamen einige verbesserungswürdige Probleme zum Luitpold-Gymnasium an der Seeaustraße 1 auf.

Allem voran: die beengte Platzsituation an der Schule, die rund 1000 Schüler besuchen. „Wir nutzen derzeit schon jeden Quadratzentimeter innerhalb des Gebäudes“, versichert Schulleiterin Renate Matthias.

„Für weitere Angebote oder Erfordernisse, wie beispielsweise das Teilen von Klassen, zusätzliche Förderung oder Nachholschulaufgaben, haben wir überhaupt keine Räume.“ Dabei gibt es auf dem Schulgelände eine Hausmeisterwohnung, die derzeit nicht bewohnt ist. „Wir wären sehr glücklich, wenn man dort weitere Räume für uns schaffen könnte“, sagt Matthias.

Allerdings nutzt die Stadt die Fläche derzeit als Materiallager. Was genau dort abgestellt ist und ob die Stadt den Raum künftig abgeben könnte, konnte das Referat für Bildung und Sport bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht beantworten.

Gefährliches Verkehrs-Chaos am Morgen

Ein weiteres Problem am Gymnasium: der allmorgendliche Schulbeginn. „Viele Eltern fahren ihre Kinder morgens zur Schule, teilweise mit riesigen SUVs. Es gibt aus beiden Richtungen diesen Verkehr, das führt teils zu gefährlichen Situationen in der Seeaustraße“, moniert Matthias.

Vor allem für Fußgänger und Radler sei es regelmäßig sehr unübersichtlich. Die Schulleiterin wolle zwar niemandem vorschreiben, wie die Kinder zur Schule kommen, doch steht für sie fest: „Er wäre schön, wenn wir das tägliche Chaos nicht hätten.“

Abhilfe schaffen soll hier künftig eine Einbahn-Regelung an der Seeau- sowie in entgegengesetzter Richtung an der Himbselstraße. Da waren sich zumindest Schulleitung und Bezirksausschuss einig. Zudem schlagen die Lokalpolitiker vor, die Seeaustraße künftig in eine Fahrradstraße umzuwandeln.

Kritik an Roller-Sündern, künftig aber mehr Platz fürs Rad 

Schüler des Luitpold-Gymnasiums, die nicht mit dem Auto gebracht werden, nutzen meist Rad oder E-Roller – Letzteres zum Missfallen der Schulleiterin. „Viele kommen damit in letzter Minute angerollt und geben sich keine Mühe, die Fahrzeuge ordentlich abzustellen“, ärgert sich Renate Matthias. Die Konsequenz: Täglich liegen Roller auf dem Boden herum.

Derzeit werden Flächen des Pausenhofs für Räder genutzt. Das soll sich ändern.

„Das nervt gewaltig.“ Ein Ansatz wären eigens gekennzeichnete Flächen, auf denen Schüler die Miet-Fahrzeuge ordentlich abstellen können. Ob das jedoch angenommen würde? „Fraglich“, so die Einschätzung von Matthias. Einen Versuch wäre es ihrer Meinung nach jedoch wert. Vor allem jetzt, da sich auch die Parksituation fürs Radl verbessern soll.

Der Bezirksausschuss schlägt der Stadtverwaltung hierzu vor, weitere Fahrradabstellflächen auf dem Grünstreifen vor der Schule zu schaffen. Eine weitere Option wäre die Umwandlung von Pkw-Stellplätzen. Gleichzeitig soll in dabei geschaut werden, ob entlang der Lerchenfeldstraße reines Anwohnerparken gelten kann.

„Ziel muss sein, den Pausenhof von Fahrrädern zu befreien“, betonte der zuständige Unterausschussvorsitzende Philippe Louis (Grüne) in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Derzeit stehen diese meist angekettet an einem Baum, dessen rundherum vorhandenen Sitzplätze deshalb: nicht nutzbar.  

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