„Der Platz ist ein Glanzlicht der Stadt“

München: Neuer Ärger um die IAA - Kritik von Museumsdirektor an aktuellen Plänen auf dem Königsplatz

Auf dem Königsplatz stellen heuer Aussteller der IAA Mobilitätslösungen der Zukunft aus - auch eine Veranstaltungsbühne ist geplant.
+
Auf dem Königsplatz stellen heuer Aussteller der IAA Mobilitätslösungen der Zukunft aus - auch eine Veranstaltungsbühne ist geplant.
  • Kassandra Fischer
    VonKassandra Fischer
    schließen

Vertreter der IAA haben im Bezirksausschuss Maxvorstadt die neusten Pläne für die Großveranstaltung im Sommer präsentiert - Kritik gab es dabei vom Direktor der Museen am Platz.

  • Die IAA bespielt im Sommer verschiedene Plätze der Münchner Innenstadt - darunter auch der Königsplatz.
  • Dem BA wurden jetzt die neusten Pläne präsentiert.
  • Kritisch äußerte sich danach der Direktor der Staatlichen Antikensammlungen und der Glyptothek.

MAXVORSTADT - Seit bekannt ist, dass die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) heuer erstmals nach München kommt und auch Plätze im Stadtzentrum bespielt, gibt es immer wieder Kritik aus dem BA (Hallo berichtete). Die größte Sorge gilt dabei stets dem Königsplatz. Jetzt waren erneut Vertreter der IAA im Gremium, um die aktuellsten Planungen vorzustellen – Verärgerung kam dabei von einer neuen Front: Auch dem Direktor der Staatlichen Antikensammlungen und der Glyptothek, Florian Knauß, ist die siebentägige Veranstaltung direkt vor seinen Museen, ein gewaltiger Dorn im Auge.

München: IAA auf dem Königsplatz - Kritik von Direktor der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek

„Wir können in der Zeit keine Ausstellungen eröffnen und müssen mit geringeren Besucherzahlen und finanziellen Einbußen rechnen“, klagte er. Hinzu komme, dass lärmbedingt auch das Theater im Innenhof der Glyptothek nicht stattfinden könne, wenn zeitgleich Abendveranstaltungen der IAA geplant sind. Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) konnte die Sorgen von Knauß nicht nachvollziehen. Es gehe schließlich nur um sieben Tage.

Florian Knauß ist der Direktor der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek in München.

Doch genau hier sitzt der Ärger tief: „Ständig sind Konzerte und Veranstaltungen in den Sommermonaten auf dem Königsplatz – und jetzt soll die IAA auch noch alle zwei Jahre kommen.“ Dabei sei genau das auch die beste Zeit für die Museen. Die IAA will nach der Kritik nochmal in den Austausch mit dem Museumsdirektor treten.

„Man muss sich überlegen, ob man das leichtfertig aufs Spiel setzt“

Worum es Knauß jedoch grundsätzlich geht, ist der Umgang mit dem denkmalgeschützten Ensemble. Bereits in der Vergangenheit hatte sich auch der BA mehrfach gegen weitere Großveranstaltungen auf dem beliebten Platz ausgesprochen. „Der Platz ist ein Glanzlicht Münchens. Man muss sich überlegen, ob man das leichtfertig aufs Spiel setzt“, appellierte Knauß. Am Ende sei es egal, „ob er von einem SUV oder einem Elektrofahrzeug getötet wird“.

Das plant die IAA heuer auf den Plätzen der Innenstadt

Während der IAA gibt es vom 7. bis 12. September eine Bühne am Königsplatz, auf der Mobilitätsvisionen, Entertainment und Konzerte geplant sind. Rund um den Platz präsentieren verschiedene Aussteller ihre „Mobilitätslösungen der Zukunft“. Eine Verbindung zu den Ausstellungsflächen am Wittelsbacher- und Odeonsplatz ist über die Brienner Straße vorgesehen. Dort können unterschiedliche Fahrzeuge, vom Fahrrad bis zum E-Scooter, getestet werden. Die lokale Kreativ- und Kulturszene sowie ortsansässige Einzelhändler und Gastronomen sollen weitere Angeboten beisteuern. Am Marienplatz sind vor allem Diskussionsveranstaltungen geplant, bei denen sich auch Schüler und Studenten einbringen können, und an der Hofgartenstraße bieten Fahrradhersteller ihre Neuheiten zum Testen an. 

Heuer hat die Sanierung der Glyptothek einen Meilenstein erreicht. Kurz zuvor war Hallo noch auf einem Rundgang durch die Großbaustelle am Königsplatz und hat exklusive Einblicke bekommen.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Der Senfladen am Viktualienmarkt sagt Adieu – zwei weitere Standl frei
München Mitte
Der Senfladen am Viktualienmarkt sagt Adieu – zwei weitere Standl frei
Der Senfladen am Viktualienmarkt sagt Adieu – zwei weitere Standl frei
Nur zwei Prozent der Familien wollen Knecht Ruprecht neben Nikolaus sehen
München Mitte
Nur zwei Prozent der Familien wollen Knecht Ruprecht neben Nikolaus sehen
Nur zwei Prozent der Familien wollen Knecht Ruprecht neben Nikolaus sehen
Geschenkter Ärger
München Mitte
Geschenkter Ärger
Geschenkter Ärger
Alkoholkontrolle zuhause!
München Mitte
Alkoholkontrolle zuhause!
Alkoholkontrolle zuhause!

Kommentare