Leichenfund vor der Haustür

München: Hunde entdecken Leiche in Schwabing – Besitzer erzählen die Geschichte dahinter

Claudia (li.) und Wilfried Stieglbauer mit ihren Hündinnen Blue (li.) und Jacky an der Stelle, wo Blue den Leichnam fand. Dieser lehnte leblos im Gebüsch an einem Bauzaun.
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Claudia (li.) und Wilfried Stieglbauer mit ihren Hündinnen Blue (li.) und Jacky an der Stelle, wo Blue den Leichnam fand. Dieser lehnte leblos im Gebüsch an einem Bauzaun.

In der  Parkstadt Schwabing spürten Hunde von Anwohnern eine Leiche auf. Die Person war der Polizei schon bekannt. Bei Hallo erzählen die Hundebesitzer die Geschichte dahinter...

  • Hunde finden Leiche in derParkstadt Schwabing.
  • Münchner Polizei kennt die Person.
  • Jetzt erzählen dieHundebesitzer dieGeschichte dahinter.

Schwabing – Dass Claudia und Wilfried Stieglbauer bei ihrem samstäglichen Spaziergang auf eine Leiche stoßen würden, hatten sie nicht erwartet. Dennoch ist ihnen genau das vor wenigen Tagen passiert. 

Die Schwabinger drehten gerade ihre Runde nahe des Microsoft-Parkplatzes in der Anni-Albers-Straße, als ihre dreijährige Hündin Blue plötzlich ein Sig­nal gab. 

„Blue befindet sich in der Ausbildung zum Suchhund und ist darauf trainiert, mich durch Anspringen darauf hinzuweisen, dass sie etwas erschnüffelt hat“, erklärt Claudia Stieglbauer. 

Da ihr die Situation jedoch ungewohnt vorkam, reagierte der Border-Collie-Mix zunächst nur zaghaft. Auf Stieglbauers Signal hin begann die Suchhündin dann, das Gebiet zu durchforsten. 

Nach nicht einmal zehn Minuten wurde sie fündig: „Da saß in einem Gebüsch an den Zaun gelehnt ein lebloser Mann“, so die Schwabingerin. 

An diesem Zaun entdeckten die Hunde die Leiche.

Sie und ihre Hunde seien es durch die ehrenamtliche Arbeit beim Verein „Rettungshundestaffel Altbayern“ gewohnt, tote Hasen oder Igel oder vermisste Menschen zu suchen, aber eine menschliche Leiche war für sie neu, sagt die 49-Jährige. 

„Nach dem Fund habe ich ein paar Nächte sehr schlecht geschlafen.“ Dennoch sind beide stolz auf ihre Hunde: „Gerade weil sie keine Leichenspürhunde sind, ist das kein selbstverständlicher Fund. 

Blue hat das sehr gut gemacht“, lobt die Besitzerin. Nach der Entdeckung haben sie sofort die Polizei kontaktiert, erklärt Wilfried Stieglbauer. Diese sei gegen 17 Uhr eingetroffen und habe dann die Ermittlungen übernommen. 

„Wir gehen nicht von einer Straftat aus“, sagt ein Sprecher der Münchner Polizei auf Hallo- Anfrage. Es handele sich um einen Wohnsitzlosen, der wohl in der Nähe des Parkplatzes sein Nachtlager gehabt hatte. 

Derzeit versuche man, die Angehörigen des Verstorbenen zu erreichen und in Kenntnis zu setzen, erklärt der Sprecher weiter.

SuchhundAusbildung

„Die Ausbildung zum Suchhund dauert rund zwei Jahre“, erklärt Wilfried Stieglbauer. „Die Hunde müssen in schnellster Zeit 20 bis 30 Hektar große Gebiete absuchen und sich dabei teilweise durch wildestes Terrain kämpfen.“ 

„Blue“, der Border-Collie-Mix der Stieglbauers, absolviert die Ausbildung und dann die Prüfung bei dem Verein „Rettungshundestaffel Altbayern“ bei Landshut. Für die Prüfung müsse der Hund sogar ganze 45 Hektar in etwa 30 Minuten abgehen können. 

Zudem habe der Hundeführer einen Theorietest zu bestehen. „Blue steht kurz vor der Abschlussprüfung“, verrät Claudia Stieglbauer. 

Eigentlich sollte diese Anfang des Jahres stattfinden, jedoch habe Corona das verhindert. Nun hofft sie darauf, die Prüfung im September abzulegen.

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