Entwürfen für das Areal am Sendlinger Tor

Die Zukunft der Herzog-Wilhelm-Straße - Von Open-Air-Kino bis Badehaus

Die Herzog-Wilhelm-Straße in München.
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Die Herzog-Wilhelm-Straße in München.

Inmitten einer Häuserschlucht, umzäunt vom Asphalt der Herzog-Wilhelm-Straße, besticht die Freifläche am Sendlinger Tor nicht durch ihre Aufenthaltsqualität. Das soll sich ändern.

  • Das Areal westlich des Sendlinger Tores ist nicht unbedingt einladend.
  • Der Stadtbachgraben unter der Herzog-Wilhelm-Straße soll wieder an die Oberfläche.
  • Jetzt gibt es die ersten Entwürfe für die Neugestaltung...

Der Stadtrat hatte im Herbst vergangenen Jahres beschlossen, den unter der Straße verlaufenden Westlichen Stadtgrabenbach wieder an die Oberfläche zu holen (Hallo berichtete). Ein Wochenende mit Führungen, Diskussionen und Probegestaltungen stellt jetzt erste Visionen für den Straßenzug vor (s. unten).

„Die Aktion versucht, etwas voranzubringen. Man ist aktuell noch in der Findungsphase“, sagt Andrea Stadler-Bachmaier (Grüne), Vorsitzende des BA Altstadt-Lehel. Das Gremium unterstützt das Projekt, das der Verein „Green City“ veranstaltet, finanziell.

Freifläche an der Herzog-Wilhelm-Straße - Die Visionen für das Areal am Sendlinger Tor

Der Fokus der dreitägigen Aktion liegt darauf, zu zeigen, welche Ideen auf der Freifläche umgesetzt werden könnten.

Da ist zum Beispiel der Ansatz der Studenten Xiaoxue Li und Junyue Deng der Technischen Universität München: In ihrer Masterarbeit skizzierten sie ein Wasserbecken zwischen Sendlinger Tor und Beginn der Herzog-Wilhelm-Straße.

Das dortige Klohäuschen soll abgerissen, stattdessen das Tor an dieser Stelle zur „Multimedia-Wand“ werden – zum Beispiel für Kinofilme. Um den freigelegten Bach entsteht ein Park, die Straße verläuft nur noch auf einer Seite der Freifläche.

Der Entwurf von Xiaoxue Li und Junyue Deng der Technischen Universität München skizziert eine ganz andere Herzog-Wilhelm-Straße: Statt Asphalt und einfacher Begrünung entsteht um den freigelegten Stadtgrabenbach ein Erholungsraum.

Architektin Jana Hartmann hat in ihrer Masterarbeit auf dem Areal der heutigen Tankstelle und der Tiefgaragenabfahrt ein Badehaus entworfen, in dem neben Baderäumen auch Wohnungen und Büros situiert sind. Der Stadtbach soll entsprechend seines früheren Verlaufes vor dem Gebäude liegen.

„Green City“ ruft Bürger auf sich an der Vision für das Areal am Sendlinger Tor zu beteiligen

Doch nicht nur die Visionen der Profis sind für die neue Version der Herzog-Wilhelm-Straße gefragt: Sowohl auf der Website von „Green City“ als auch vor Ort können Bürger ihre eigenen Ideen teilen. Sie sollen gebündelt an die Stadt weitergegeben werden.

Visionen für die Herzog-Wilhelm-Straße 

Die Aktionstage finden von Donnerstag, 8. Oktober, bis Samstag, 10. Oktober, statt. Am Donnerstag werden ab 18 Uhr Entwürfe in der Evangelischen Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Straße 24, vorgestellt. Am Freitag gibt ab 15 Uhr eine Diskussion unter anderem mit Stadtbaurätin Elisabeth Merk. Anmeldung und das gesamte Programm unter www.greencity.de. Die Teilnahme ist kostenlos.

Sophia Oberhuber

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