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Nymphenburger Straße: Eltern prangern gefährlichen Weg zur Schule an der Blutenburgstraße an

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Von: Kassandra Fischer

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Im Wartebereich – zwischen Radweg und Fahrbahn – wird es schnell eng. Michael M. (li.) und Sabine T. sorgen sich trotz eines Schulweghelfers vor Ort um die Sicherheit ihrer Kinder im Kreuzungsbereich Adam-/Nymphenburger Straße.
Im Wartebereich – zwischen Radweg und Fahrbahn – wird es schnell eng. Michael M. (li.) und Sabine T. sorgen sich trotz eines Schulweghelfers vor Ort um die Sicherheit ihrer Kinder im Kreuzungsbereich Adam-/Nymphenburger Straße. © Kassandra Fischer

Eltern aus der Maxvorstadt schilderten dem BA gefährliche Situationen auf dem Schulweg zur Blutenburgstraße. Nun sollen Lösungen gefunden werden.

Maxvorstadt Fast wäre das Thema Schulwegsicherheit an der Kreuzung Adam-/Nymphenburger Straße in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses unter den Tisch gefallen. Die SPD hatte hierzu einen Antrag mit Maßnahmen erarbeitet. Der vorberatende Unterausschuss Mobilität und öffentlicher Raum empfahl dem Gremium jedoch, diesen abzulehnen oder zu vertagen und erst einmal Auskünfte der Polizei einzuholen.

Sabine T. und Michael M., zwei besorgte Elternteile, waren es dann, welche die Lokalpolitiker letztlich umstimmten, nachdem sie ihnen die teils gefährlichen Situation im Kreuzungsbereich aus erster Hand schilderten.

Gefährlicher Schulweg an der Nymphenburger Straße: Eltern schildern Gefahrensituation

„Zu den Stoßzeiten ist es einfach viel zu eng“, warnte T. hinsichtlich der Wartebereiche an der Ampel im Kreuzungsbereich – vor allem auf der südlichen Seite. Für ihren Sohn Leo startete jüngst das dritte Jahr an der Grundschule an der Blutenburgstraße. Für sie steht fest, dass die Aufstellfläche größer werden muss. Hinzu komme, dass der Radweg zwischen Wartezone und Gehweg vor allem im Sommer stark frequentiert sei. „Das ist teilweise echt gefährlich, wenn schnelle Radler vorbeifahren und wenig Rücksicht nehmen.“

Diese Ansicht teilt auch Michael M., dessen Zwillinge Ludwig und Agnes ebenfalls die Grundschule an der Blutenburgstraße besuchen. Die viel zu enge Warte-Situation betreffe außerdem auch Erwachsene, ergänzte er. Er selbst sei in der Vergangenheit sogar schon einmal mit einem Radler in einen Streit geraten, weil sein Doppelkinderwagen aus Platzgründen in den Radweg hineinragte. Was die beiden Elternteile nicht verstehen: Es gibt keinerlei Beschilderung, die darauf hinweist, dass es sich um einen Schulweg handelt.

Gefährlicher Schulweg an der Nymphenburger Straße: Schulweg-Ausschilderung als erste Maßnahme?

Das erachtet auch Schulweghelfer Christian Zimmermann als eine notwendige Maßnahme. Er ist zwar täglich vor Ort – morgens eine halbe, am Mittag eine ganze Stunde – und unterstützt die Kinder beim sicheren Queren. Dennoch findet er ebenfalls: „Alles was hier verbessert werden kann, hilft der Gesamtsituation.“ Was er zudem häufig beobachtet: Viele Autofahrer würden bei Rot nicht anhalten. Etwa 50 Prozent fahren zudem schneller als erlaubt, schätzt er.

Nach der Schilderung der besorgten Eltern in der BA-Sitzung schlug die Vorsitzende Svenja Jarchow-Pongratz (Grüne) schließlich einen gemeinsamen Ortstermin mit den Eltern und dem Mobilitätsreferat vor. Das Thema Schulwegsicherheit käme im dritten Stadtbezirk leider oftmals zu kurz, bedauerte sie und gab zu: „Da müssen wir mehr tun.“

Dass die Situation jetzt in einem ersten Schritt vor Ort zusammen angeschaut wird und dabei auch die konkreten Verbesserungsvorschläge unter die Lupe genommen werden, begrüßen Michael M. und Sabine T. Irritiert zeigt sich M. jedoch davon, dass der SPD-­Antrag vermutlich abgelehnt oder vertagt worden wäre. Er wundert sich: „Wer ist dagegen, wenn es um Schulwegsicherheit geht?“

So geht’s besser

Um die Sicherheit des Wegs zur Grundschule an der Blutenburgstraße zu verbessern, forderte die Maxvorstädter SPD-Fraktion unter anderem eine Vergrößerung der Aufstellflächen für Fußgänger im Bereich der Kreuzung Adam-/Nymphenburger Straße – beispielsweise nach Vorbild der etwas westlich davon gelegenen Einmündung zur Alfonsstraße. Außerdem: ein Piktogramm mit dem Schriftzug „Vorsicht Kinder“ auf dem Radweg an der südlichen Seite der Nymphenburger Straße. 

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