Hotline für Bürger geplant

1500 neue „Googler“ am Postpalast: US-Konzern tritt in den Dialog mit Anwohnern

Eine Visualisierung zeigt, wie der neue Google-Standort an der Arnulfstraße künftig aussehen soll.
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Eine Visualisierung zeigt, wie der neue Google-Standort an der Arnulfstraße künftig aussehen soll.

Google baut einen weiteren Münchner Standort auf dem Areal des ehemaligen Postverteilzentrums an der Arnulfstraße – noch dieses Jahr soll es losgehen

  • 1500 Google-Mitarbeiter will der Mega-Konzern aus den Staaten bald in seinem neuen Standort beschäftigen.
  • Dieser ensteht auf dem Areal des ehemaligen Postverteilzentrums an der Arnulfstraße in München
  • Jetzt steht fest, wann das Bauprojekt in der Maxvorstadt starten soll und welche Pläne es für den Postpalast gibt.

Maxvorstadt - 1200 „Googler“ gibt es bereits in München, bald kommen 1500 weitere dazu. Der US-amerikanische Mega-Konzern baut auf dem ehemaligen Gelände des Postverteilzentrums am Arnulfpark seinen Münchner Standort aus. Jetzt stellt Google seine Pläne vor.

München: Das plant Google für seinen zweiten Standort in der Arnulfstraße

Zu 90 Prozent sollen Büroflächen entstehen. „Das bedeutet allerdings nicht automatisch 1500 Schreibtische“, so Projektleiter Kirk Smith. Gerade die Corona-Pandemie zeige einen Umbruch in der Arbeitswelt. Beim Umbau des Areals spiele sowohl der Denkmalschutz als auch die Historie des Postpalasts eine große Rolle. Das prägende Gebäude der Rotunde soll künftig für firmeninterne Events genutzt werden. Für den vorderen Teil der Rotunde oder den Durchgang zwischen Nord- und Südflügel wolle man noch nach Möglichkeiten suchen, wie man mit der Nachbarschaft interagieren kann. Eine Öffnung dieser Flächen wäre denkbar – auch in Kombination mit einem entsprechenden Gastro-Angebot.

Auf dem Postpalast-Areal soll bald ein neuer Google-Standort entstehen - so soll es dann es aussehen.

Neuer Google-Standort in München: Keine Parkplätze für Mitarbeiter geplant

Zum Konzept von Google gehöre es außerdem, dass Mitarbeiter zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem ÖPNV zur Arbeit kommen können. Radstellplätze sowie Möglichkeiten zum Duschen wird es deshalb reichlich geben. Pkw-Stellplätze hingegen nicht. Weil diese dennoch vorgegeben sind, entstehen rund 200 Parkplätze in einer Tiefgarage – jedoch nicht für die neuen Mitarbeiter. Entwicklungschef Wieland Holfelder: „Wir sind offen für einen Dialog, wie man die Stellplätze alternativ zu Gunsten der Stadt nutzen könnte.“

Aus Postpalast wird Google-Standort: Startdatum noch in diesem Jahr

In den nächsten Wochen will der Konzern mit dem Rohbau starten. Bis Ende 2021 soll dieser fertig sein. Anfang 2022 soll dann der Innenausbau starten, damit Google das Gebäude Ende 2023 in Betrieb nehmen kann.

Hier gibt es Informationen für die Anwohner 

Anwohner und Bürger will Google per Blogpost, Homepage, Newsletter oder in Veranstaltungen über die Planungen informieren. Auch der direkte Austausch mit Nachbarn sei dem Mega-Konzern wichtig. Neben Online-Events wird eigens dafür aktuell auch eine Hotline eingerichtet. Diese soll so bald wie möglich starten. 

kf

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