Servus Parkplätze

Keine Parkplätze zwischen Marienplatz und Isartor - Was für die Fußgängerzone im Tal geplant ist

Das Tal als Fußgängerzone (Visualisierung).
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Das Tal als Fußgängerzone (Visualisierung).

Bis das Tal zur Fußgängerzone wird, dauert es wegen der Bauarbeiten zur zweiten S-Bahn Stammstrecke bis mindestens 2028. Doch schon jetzt soll sich etwas ändern.

  • Das Tal soll zur Fußgängerzone werden.
  • Zwischen Marienplatz und Isartor sollen Parkplätze wegfallen.
  • Ein Konzept soll mit Eröffnung einer Parkgarage realisiert werden.

Update: 12. November 2020

Zwischen Marienplatz und Isartor sollen Parkplätze wegfallen und Aufenthaltsbereiche ohne Konsumzwang, Mobilitätsstationen, Lieferzonen und Behindertenparkplätze entstehen. Das hat der Mobilitätsausschuss des Münchner Stadtrat auf Initiative der SPD/Volt-Fraktion am Mittwoch beschlossen.

Die Stadtverwaltung wird nun unter Beteiligung der Öffentlichkeit ein Konzept vorlegen, das zeitgleich mit der Eröffnung der neuen Parkgarage am Thomas-Wimmer-Ring im Sommer 2021 realisiert werden kann. Damit sei ein großer Schritt in Richtung Fußgängerzone im Tal getan.

Um das Tal komplett autofrei zu gestalten, muss aber erst die Baustelle für die zweite S-Bahn Stammstrecke am Marienhof fertiggestellt werden. Die Strecke dient als Zufahrtsweg für die Baustellen-Lastwagen.

Nach dem derzeitigen Planungsstand wird die Stammstrecke frühestens 2028 fertig gestellt.

Wir fordern die Deutsche Bahn auf, dass sie die Baustelle am Marienhof im vereinbarten Zeitraum fertigstellt. So lange werden wir aber mit der Umgestaltung des Tals nicht warten. Die vier alten Tore der Stadt sollen zum symbolischen Eingangstor für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende und alternative Verkehrsformen werden. Durch die Umwandlung von Stellplätzen im Tal regeln wir den Lieferverkehr besser und schaffen mehr Aufenthaltsqualität.

 Nikolaus Gradl, verkehrspolitischer Sprecher der SPD/Volt-Fraktion

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Zoff um Parkplätze im Tal – Grüne wollen Stellplätze im Tal umwandeln – CSU kritisiert den Zeitpunkt

Erstmeldung: 28. Oktober 2020

Altstadt – Immer wieder wird über die autofreie Altstadt diskutiert. Bis sie Realität wird, könnte es aber noch einige Zeit dauern. Jetzt haben die Grünen im BA Altstadt-Lehel einen Vorschlag, der die Parkplatzsituation im Tal schon bald grundlegend verändern könnte.

Bis etwa 2028, sprich solange es die Baustelle für die Zweite Stammstrecke gibt, bleibt das Tal die Logistikroute für den Baustellenverkehr. Ein unmittelbarer Umbau zur Fußgängerzone ist somit vorerst unmöglich.

So steht es auch im Maßnahmenbeschluss zum Tal, der dem BA in seiner jüngsten Sitzung zur Stellungnahme vorlag. Die Grünen schlugen deshalb vor: Mit der Fertigstellung der Tiefgarage am Thomas-Wimmer-Ring Anfang 2021 sollen alle Kurzzeitparkplätze im Tal umgewandelt werden.

Kritik hagelte es jedoch vor allem von der CSU

Die etwa 29 Stellplätze sollen dann neu aufgeteilt werden. So könnten dort beispielsweise Lieferzonen vergrößert, Behindertenstellplätze und Sitzgelegenheiten eingerichtet oder aber Straßenkreuzungen frei von Stellflächen gehalten werden.

Wir haben wahnsinnig viele Fußgänger im Tal, aber keinen Platz

 BA-Vorsitzende Andrea Stadler-Bachmaier (Grüne). 

„Und so könnten wir mit wenigen Mitteln bis 2028 – wenn dann vielleicht der große Umbau kommt – schon jetzt Platz schaffen.“

Kritik hagelte es jedoch trotz mehrheitlicher Zustimmung vor allem von den Kollegen der CSU. Grundsätzlich könne man sich das schon vorstellen. „Aber eine komplette Umwidmung Anfang 2021 sehen wir nicht“, so Fraktionssprecher Bernhard Wittek. Gerade in der derzeitigen Lage – während der Corona-Pandemie – ändere sich das Mobilitätsverhalten.

Auf die Kritik entgegnete Stadler-Bachmaier: „Es sind verhältnismäßig wenig Parkpläze, die wegfallen würden.“ Einig waren sich alle Parteien darin, dass es eine Bürgerbeteiligung zur temporären Umgestaltung des Tals geben soll, welche bis zur Fertigstellung der Tiefgarage am Thomas-Wimmer-Ring stattfinden soll.

Parken in der Altstadt

In der gesamten blauen Zone Altstadt gibt es derzeit 2200 Stellplätze auf öffentlichem Grund. 4850 öffentlich zugängliche Stellplätze befinden sich auf privatem Grund oder in Parkgaragen. Etwa 1000 davon sind dauerhaft vermietet. Zusätzlich gibt es noch etwa 7000 private Stellplätze ohne Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit.

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Kassandra Fischer

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