Ein Jahr Pandemie

München Klinik: Vom Corona-Fall bei Webasto bis heute - So lange bleiben Patienten auf der Intensivstation

Coronavirus - Die München Klinik kämpft mit den finanziellen Folgen der Pandemie.
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Die München Klinik betreute die ersten Corona-Fälle in Deutschland.

Die München Klinik betreute die ersten Corona-Patienten von Webasto und versorgte seitdem rund 2000 weitere Fälle. Was sich seitdem geändert hat...

  • In der München Klinik wurden die ersten Corona-Patienten behandelt.
  • Wie lange Covid-19-Fälle auf der Intensivstation bleiben...
  • Warum die Webasto-Mitarbeiter so lange beobachtet wurden...

Schwer kranke Covid-19-Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, bleiben laut München
Klinik im Schnitt mehr als zwei Wochen auf der Intensivstation. Die Verweildauer dort betrug laut Mitteilung vom Montag im Schnitt 15,5 Tage.

Bei anderen Patienten liege diese Zeit bei vier Tagen. Das zeige, wie aufwendig die intensivmedizinische Versorgung von Covid-19-Patienten im Vergleich zu anderen Krankheitsbildern sei. An dem bundesweit zweitgrößten kommunalen Klinikum waren vor einem Jahr die ersten Corona-Patienten Deutschlands behandelt worden.

Seitdem wurden an der München Klinik rund 2000 Covid-19-Patienten versorgt, davon rund 450 auf der Intensivstation. Schwerste Fälle blieben bis zu 60 Tage oder länger in der Klinik.

München Klinik: Corona-Patienten im Schnitt zwei Wochen auf Intensivstation

Vor einem Jahr waren die ersten Patienten mit fast durchweg leichten Symptomen in die Klinik gekommen, alle Mitarbeiter der Firma Webasto.

Die Patienten seien nur leicht erkrankt in der Klinik gewesen, „schauten Fußball und langweilten sich viel“, wie der Chefarzt der Klinik für Infektiologie in Schwabing, Clemens Wendtner, sagt. „Wir behandeln sonst schwerkranke Menschen, wer würde schon mit erhöhter Temperatur oder Halsweh einen Monat lang ins Krankenhaus gehen?“

Von links nach rechts: Prof. Clemens Wendtner (Chefarzt), Dr. Wolfgang Guggemos (Leitender Oberarzt) und Sabine Müller (Krankenpflegekraft) aus dem Team der Klinik für Infektiologie und Tropenmedizin in der München Klinik Schwabing.

In 80 Prozent der Fälle müssten Infizierte nicht ins Krankenhaus. Die Webasto-Patienten hätten damals aber geholfen, das Virus besser zu verstehen.

„Glücklicherweise wissen wir heute mehr über die Erkrankung als noch im Frühjahr und können den Menschen dadurch besser und schneller helfen“, sagt Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Die Impfung ist ein wichtiger Schritt. Dann habe ich Hoffnung, dass wir nächstes Jahr nicht den zweiten Jahrestag begehen müssen.“

dpa/lby/jh

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