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Kein Platz mehr für Fußgänger: Baustelle an der Türkenstraße versperrt Gehweg

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Von: Kassandra Fischer

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Baustelle an Türkenstraße verschlingt Gehweg auf östlicher Seite – eine Fußgängerin nutzt deshalb die Straße.
Die Baustelle an der Türkenstraße verschlingt den Gehweg auf östlicher Seite – eine Fußgängerin nutzt deshalb die Straße. © Kassandra Fischer

Unbefriedigende Situation nach Ortstermin zu den Bauvorhaben an der Türkenstraße 50 bis 54 - Kinder- und Jugendbeauftragte weiterhin besorgt.

Maxvorstadt - Ärger haben die Bauvorhaben an der Türkenstraße 50 bis 54 – Spekulations- und Gentrifizierungsobjekte erster Klasse – schon öfter bereitet. Nun kommt ein neues Problem dazu: Da die Mega-Baustelle derzeit rund 60 Meter Gehweg verschlingt, gibt es auf der östlichen Seite der Türkenstraße keinerlei Platz mehr für Fußgänger.

Kein Platz mehr für Fußgänger: Baustelle an der Türkenstraße versperrt Gehweg

Ein Ortstermin des Bezirksausschusses war deshalb anberaumt. Dieser lässt die Kinder- und Jugendbeauftragte Sonja Hergarten (SPD) jedoch enttäuscht zurück. „Man kann derzeit nur die Straße gegenüber der Baustelle nutzen“, erklärt sie. Für Menschen mit Rollstuhl, Rollatoren oder Kinderwagen sei das schwierig. Zumal es gegenüber aufgrund von abgestellten E-Rollern oder Fahrrädern sowie einiger Freischankflächen oftmals eng wird.

Zur Verbesserung der Situation hatte das Gremium eigentlich auf ein Tunnelgerüst gehofft. Beim Ortstermin, bei dem auch Vertreter der jeweiligen Bauherren anwesend waren, wurde dem BA jedoch eine Absage dafür erteilt – zumindest für den aktuellen Zeitpunkt. Möglich sei das nämlich erst, wenn die Fassadenarbeiten an den neu geplanten Vordergebäuden beginnen. Das werde frühestens 2024 der Fall sein.

Ebenfalls beim Ortstermin dabei waren Vertreter des Mobilitätsreferats. Diese hätten auf die Schilder an den Ecken Türken-/Theresienstraße sowie Türken-/Schellingstraße verwiesen. Dort werden Fußgänger darauf aufmerksam gemacht, dass sie wegen der Bauarbeiten die Straßenseite wechseln müssen.

Die Schilder an den Ecken Türken-/Theresienstraße sowie Türken-/Schellingstraße sind für Sonja Hergarten keine zufriedenstellende Lösung.
Die Schilder an den Ecken Türken-/Theresienstraße sowie Türken-/Schellingstraße sind für Sonja Hergarten nicht ausreichend. © Kassandra Fischer

Für Hergarten ist das jedoch keine zufriedenstellende Lösung. Für Anwohner sei das nicht zumutbar, findet sie. Zumal der Streckenabschnitt für zahlreiche Kinder auch den Schulweg zur Grundschule an der Türkenstraße darstelle. Auch für sie bleibt nur die Lösung des Straßenwechsels. Heißt in der Praxis: Manche Kinder müssen dadurch zweimal mehr die Fahrbahn queren. „Als Kinder- und Jugendbeauftragte fühle ich mich da vor den Kopf gestoßen“, bedauert Hergarten.

Allerdings muss sie zugeben: „Mir fehlen auch die Lösungsperspektiven...“ Da sie selbst in unmittelbarer Nähe wohnt, erfährt sie die Problematik der derzeit mangelnden Schulwegsicherheit aus erster Hand. „Mich lässt das mit einem flauen Gefühl zurück“, gibt sie zu. „Ich bin nach wie vor sehr enttäuscht.“

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