1. hallo-muenchen-de
  2. München
  3. München Mitte

Anwohner-Frust wegen Baumaßnahmen an der Georgenstraße – Grund sind wegfallende Flächen

Erstellt:

Von: Kassandra Fischer

Kommentare

Grüner soll die Georgenstraße künftig werden. Dafür müssen allerdings Parkflächen weichen.
Grüner soll die Georgenstraße künftig werden. Dafür müssen allerdings Parkflächen weichen. © Kassandra Fischer

Die Georgenstraße soll mehr Begrünung erhalten, sehr zum Ärger der Anwohner. Denen fehlen nun Parkplätze, weshalb der BA abschnittsweise Anwohnerparken einführen will.

Maxvorstadt An der Georgenstraße gibt es derzeit eine Baustelle mit unschönen Folgen für die Anwohner. Das zeigte sich in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses, in der das Gremium versuchte, mit einem entsprechenden Eilantrag Abhilfe zu schaffen.

Das Baureferat führt dort aktuell Maßnahmen zur Begrünung in mehreren Bauphasen durch. Entlang der Georgenstraße sollen dabei zehn neue Bäume gepflanzt werden. Dafür müssen zahlreiche Schräg- in Längsparkplätze umgewandelt werden, einige gehen dadurch komplett verloren. „Nach dem Umbau entfallen circa 30 Parkplätze dauerhaft“, bestätigt das Baureferat auf Hallo-Nachfrage.

Doch damit nicht genug: Solange die Bauarbeiten andauern, sind die Einschränkungen sogar noch größer. Anwohner Alexander Gärtner war deshalb in der Sitzung anwesend, um für die Nachbarschaft zu sprechen. „40 Parkplätze fallen während der Bauzeit weg“, klagte er. „Und es gibt ohnehin keine, am Abend wird viel gesucht.“ Er forderte deshalb, dass betroffene Anwohner während der Arbeiten ihre Fahrzeuge in benachbarten Park-Lizenzgebieten abstellen dürfen. „Das wäre eine charmante Lösung.“

Ärger um Parkplätze: Anwohnerparkplätze sollen abschnittsweise kommen

Der Bezirksausschuss hatte einen Antrag vorbereitet, der vorsieht, in der Georgenstraße im Abschnitt zwischen Arcis- bis Zentnerstraße das bestehende Mischparken aufzuheben und in diesem Abschnitt reines Anwohnerparken auszuweisen.

Das Problem dabei: Bis solche Anträge von der Stadtverwaltung bearbeitet werden, dauert es meist ein paar Monate. Die derzeit laufenden Arbeiten sollen bis Mitte Dezember andauern. Dass den Anwohnern damit in der aktuellen Situation nicht sehr geholfen ist, war schnell klar. Der Antrag wurde dennoch beschlossen – mit dem Ziel, eine langfristige Entlastung des Parkdrucks zu schaffen. Kurzfristig wollen sich die Lokalpolitiker hingegen mit dem Mobilitätsreferat (MOR) in Verbindung setzen, um zu schauen, welche Lösungen in der Zwischenzeit möglich sind.

Die von Gärtner vorgeschlagene Option, sei dabei aus rechtlichen Gründen nicht möglich, wie MOR-Sprecherin Christina Warta auf Hallo-Anfrage erklärt: „Laut der einschlägigen Verwaltungsvorschrift dürfen Bewohner nur einen Parkausweis für den Parkbereich erhalten, in dem der Wohnsitz gemeldet ist.“ Mit dem Erwerb einer Parklizenz bestünde dabei kein garantierter Anspruch auf einen freien Parkplatz im Umfeld der Wohnung.

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert.

Auch interessant

Kommentare