DAK-Gesundheitsreport

Gewappnet gegen Grippe

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Michael Sommer (54), Polizist: „Es ist gut, viel draußen zu sein. Draußen gibt’s weniger Keime. Man sollte nach der sogenannten Zwiebeltechnik mehrere Schichten anziehen und den Kältepunkt am Nacken warmhalten. Wenn der nicht geschützt ist, holt man sich schneller eine Erkältung. Und nicht zu vergessen: Ingwertee trinken. Ingwer wärmt.“
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Sam Kugler (36), Dogwalkerin: „Ich bin mit den Hunden dreimal pro Woche je sechs Stunden unterwegs. Das ist die beste Medizin. Am besten wälzt man sich mit ihnen gleich selbst im Dreck mit, um das eigene Immunsystem richtig aufzubauen.“
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Adolf Leutner (58), Postbote: „Ich fahre jeden Tag mehr als 15 Kilometer mit dem Fahrrad und bin sechs Stunden unterwegs. Probleme bekomme ich eigentlich nur, wenn die Pollen im Frühling fliegen. Im Winter ist warme Kleidung das Allerwichtigste.“
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Marina Bröckelt (54), Händlerin am Viktualienmarkt: „Ich bin täglich zwölf Stunden draußen am Stand. Dafür koche ich täglich mit Chilischoten und esse puren Ingwer. Wichtig ist auch, die warmen Sachen zu Hause sofort auszuziehen.“

Atemwegserkrankungen sind auf dem Vormarsch. Menschen, die draußen arbeiten, geben Tipps, wie man sich schützen kann.

Auf zwei Dinge kann sich jeder zum Jahresende verlassen: Erst kommen die Wunschzettel, dann die guten Vorsätze. Ganz oben auf beiden Listen steht die eigene Gesundheit – anscheinend mit Erfolg. Laut dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport war jeder zweite Münchner Arbeitnehmer im gesamten Kalenderjahr 2015 nicht einen einzigen Tag krank. Einen großen Anstieg gab es allerdings bei den Erkrankungen des Atmungssystems, die mittlerweile häufigste Ursache für Fehltage (18,8 Prozent) – vor psychischen Erkrankungen (18,3 Prozent) und Problemen im Muskel-Skelett-System (18 Prozent).

Waren Erkältungen, Grippe und Co. im Jahr 2014 noch für 169 Fehltage pro 100 Versicherte verantwortlich, stieg die Zahl 2015 auf 199 Fehltage pro 100 Versicherte. „Wir hatten eine große Grippewelle, die für diesen deutlichen Anstieg verantwortlich war“, erklärte Günter Köll, Chef der DAK-Gesundheit München.

Die nächste dieser Wellen ist bestimmt schon im Anrollen... Doch jeder kann etwas tun, um sich zu schützen. „Wichtig ist vor allem, warm zu bleiben. Von außen hilft eine lange Unterhose, von innen heißer Tee. Ohne Thermoskanne komme ich im Winter nie zur Arbeit“, sagt Müllmann Peter Solorz (42), der jeden Tag 20 Kilometer bei Wind und Wetter unterwegs ist, um die Stadt sauber zu halten. Sein Arbeitgeber, der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM), kümmert sich vorbildlich darum, dass er gesund bleibt. 2016 gehörte der AWM zu den Ausgezeichneten beim Deutschen Förderpreis für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Hilfe reicht von Fußpflege (notwendig angesichts der weiten zurückgelegten Strecken) bis hin zu einem 24-Stunden-Service für psychologische Beratungen in Krisenfällen wie Stress, Schlafstörungen oder auch bei finanziellen Problemen. Außerdem gibt es Gesundheitskurse für Muskeln und Gelenke und verbilligte Yoga-Stunden.

Nur wenn es darum geht, sich vor einer drohenden Erkältung zu wappnen, muss sich Solorz allein auf seine Thermoskanne und lange Unterhose verlassen. Was andere Münchner, die täglich stundenlang draußen arbeiten, für Tipps und Tricks gegen die Kälte haben, verraten sie in der Hallo München-Umfrage.

Marco Heinrich

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