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Zu wenig Platz zu Fuß

Türkenstraße: Breitere Gehwege statt Parkplätze? 

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Eine belebte Gastronomie und viele Einkaufsmöglichkeiten in der Türkenstraße fordern ihren Preis: den Bürgersteig.

Eng, enger, Türkenstraße: Zahlreiche Fußgänger beschweren sich über die knapp bemessene Gehwegbreite in der Münchner Innenstadt. Welche Vorschläge sie haben und wie die Stadt reagiert...

Maxvorstadt – Der Bürgersteig in der Türkenstraße ist zu eng, das kritisiert die Grünen-Fraktion des BA Maxvorstadt in einem aktuellen Antrag. Grund seien zu viele Freischankflächen, abgestellte Fahrräder, Parkticket-Automaten und Schilder. Tatsächlich sei in der Türkenstraße, die von der Stadt als Minimum geforderte Gehwegbreite, von 1,60 Meter an vielen Stellen nicht eingehalten – auch an Baustellen durch Sanierungsarbeiten mangelt es nicht.

Martha Hipp von der Grünen-Fraktion des BA sagt: „Die Türkenstraße ist einfach voll. Man muss warten, bis ein Fußgänger vorbeigegangen ist, um selbst durchzukommen.“ 

Um wieder für mehr Platz zum Flanieren zu sorgen, wünscht sich die Grünen-Fraktion langfristig eine Gehwegverbreiterung. Bis dahin setzt der Antrag allerdings auf eine kurzfristigere Lösung. Hipp sagt: „Wenn man Parkplätze in der Türkenstraße in Anwohnerparkplätze umwandelt, kann man ein paar Parkplätze zu Fahrradabstellgelegenheiten umbauen und die Räder damit auf die Straße verlagern. Parkautomaten und Schilder würden dann auch wegfallen. Dadurch entsteht wieder mehr Platz auf dem Bürgersteig.“

BA-Chef Christian Krimpmann (CSU) betrachtet die Problematik, als die Suche nach der „eierlegenden Wollenmilchsau“. Er sagt: „Jeder will Platz für sich. Aber man muss sich in der Türkenstraße mit dem verfügbaren Platz schlicht arrangieren und Kompromisse eingehen.“

Für die Bürgersteigbreite zuständig ist das Kreisverwaltungsreferat. Pressesprecher Johannes Mayer sagt: „Generell muss der Bürgersteig eine Mindestbreite von 1,60 Meter haben. Ausnahmen stellen Fahrräder und Parkscheinautomaten dar. Man darf Fahrräder auf Gehwegen natürlich unabhängig von den 1,60 Meter parken, solange diese nicht behindern und längs abgestellt werden. Das gilt auch für Parkscheinautomaten am Rand.“ Bei den Freischankflächen sei die Mindestbreite von 1,60 Meter Restgehbahn grundsätzlich erforderlich.

In der kommenden BA-Sitzung am Dienstag, 4. Juni, wird der Antrag diskutiert. Stimmt das Gremium zu, muss die Stadt die Gehweg-Mindestbreite in der Türkenstraße überprüfen.

Daniel Schubert

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