Kunst-Boulevard

Maxvorstadt: Arcisstraße als verkehrsberuhigter Boulevard?

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Die Arcisstraße – die Querstraße zwischen Karolinenplatz und Königsplatz – soll zu einem Kunst-Boulevard werden, fordert jetzt eine Projektgruppe aus Künstlern und Architekten.

Die Ausstellung zeigt Ideen einer Projektgruppe, rund um den Autor Gernot Brauer, zur Weiterentwicklung des Maxvorstadt-Areals.

Maxvorstadt – Noch fließt in der Arcisstraße in der Maxvorstadt der Verkehr – doch in Zukunft könnte die Straße womöglich zu einem Kunst-Boulevard werden. Diese Idee greift jetzt eine Projektgruppe rund um den Autor Gernot Brauer auf.

Neues Wahrzeichen für München

Vorschläge zur Weiterentwicklung des Kunstareals gibt es seit Jahren und auch ein Boulevard war bereits mehrmals im Gespräch. Anfang 2018 zum Beispiel regten Architekten, die für das Staatliche Bauamt mit dem „Masterplan Freiflächengestaltung“ ein Strategiekonzept für das Kunstareal erstellt hatten, einen Boulevard auf der Arcisstraße an (Hallo berichtete).

Die zehn Bürger, darunter auch eine Wissenschaftlerin, Architekten und Künstler, die sich in der Projektgruppe engagieren, haben jetzt eine Ausstellung zu dem Thema konzipiert. Sie beschäftigen sich schon seit langem mit dem Kunstareal und schlagen vor, die Arcisstraße in einen verkehrsberuhigten Boulevard umzuwandeln. Fahrbahn, Fußwege und angrenzende Flächen könnten künstlerisch neu gestaltet werden, so dass ein neues Wahrzeichen für München entsteht.

„Die Straße könnte eine offene Fläche sein, die sich alle Verkehrsteilnehmer teilen“, regt Brauer an. Er stellt sich einen Boulevard vor, der auch zum Bummeln, Verweilen und gemütlichen Zusammensein einlädt. Fußgänger, Radler und Autofahrer sollen gleichberechtigt sein.

Begegnungszentrum für Kunst, Kultur und Wissen

Auch die Gebäude der Technischen Universität (TU) will die Gruppe in das Konzept miteinbeziehen. Weil die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik auf den Forschungscampus in Garching umziehen wird, könnte Platz frei werden. „Man könnte in dem Mensa-Gebäude im Erdgeschoss einen zentralen Infopoint einrichten“, sagt Brauer. Auf dem Nord-Gelände würde er sich außerdem ein Begegnungszentrum für Kunst, Kultur und Wissen vorstellen. „Der Dialog zwischen Kultur und Technik soll ausgebaut werden“, findet er. „Zum Beispiel könnte man am Wochenende in den Hörsälen auch Veranstaltungen mit Publikum anbieten.“

Ein Künstler aus der Projektgruppe schlägt außerdem eine unübersehbare Skulptur für das Kunstareal vor. „Wichtig wäre, dass Stadt und Freistaat zusammenarbeiten, damit etwas voran geht“, sagt Gernot Brauer. cla

Veranstaltungshinweis

Die Ausstellung „ Das Kunstareal jetzt weiterdenken – Idee Kunstboulevard Arcisstraße“ wird im Rahmen des Kunstarealfests am Samstag, 13., und Sonntag, 14. Juli, sowie am Montag, 15., und Dienstag, 16. Juli, jeweils von 10 bis 18 Uhr in der Galerie Thomas, Türkenstraße 16, gezeigt. Der Eintritt ist frei.

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