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Originalaufnahmen

Akustisches Kunstwerk im Hauptbahnhof - Ein historischer Applaus

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Der Hauptbahnhof ist Teil der Kunstreihe „Frequenzen“.

Mehrere Klangkünstler erwecken die Geschichte wieder zum Leben, auch am Hauptbahnhof.  Das Klatschen und die Zurufe stammen von Originalaufnahmen.

Maxvorstadt - Einen tosenden Willkommensapplaus erhalten alle, die ab Samstag, 11. Mai, in den Starnberger Teil des Hauptbahnhofes eintreten. Dabei handelt es sich um das akustische Kunstwerk: „Applaus“, ein Teil der Kunstreihe „Frequenzen“.

Klatschen und die Zurufe von Originalaufnahmen

Mit Audio-Installationen füllt Künstlerin Sofia Dona die geschichtsträchtige Halle mit Klatschen und Zurufen.

Mit Audio-Installationen füllt Künstlerin Sofia Dona die geschichtsträchtige Halle mit Klatschen und Zurufen, die sowohl DDR-Bürger 1989 als auch Geflohene des Syrienkrieges 2015 zu hören bekamen, als sie am Flügelteil des Hauptbahnhofes in München strandeten.

Besonders spannend ist dabei, dass das Klatschen und die Zurufe von Originalaufnahmen der Ereignisse stammen. Im Hinblick auf ansteigenden Rechtspopulismus in der Gesellschaft und Politik stellt Dona die Frage, wie dieser Applaus heute wahrgenommen wird, und möchte Zuhörer zum Reflektieren anregen.

Im Zuge des Projektes erhält der Starnberger Flügel eine Tafel, die an geflohene DDR-Bürger erinnert. Für Dona ist es ein besonderer Anlass, dass ihr Projekt während des Umbaus des Hauptbahnhofs, also seiner „Transformation“ stattfindet.

Kunstprojekt geht von Samstag, 11. Mai, bis zum 11. Juni

Das Kunstprojekt geht von Samstag, 11. Mai, bis zum 11. Juni. Sich beklatschen lassen kann man sich stets von 7 bis 23 Uhr. Das Projekt soll durch die gestarteten Abrissarbeiten der Schalterhalle nicht beeinträchtigt werden.

Den Startschuss für die Kunstreihe gibt Emanuel Mooner in Freimann bereits am Donnerstag, 9. Mai. Mit knarzenden Stufen, tickenden Uhren, dem Quietschen von rostigen Türen oder dem Knistern von im Wind wehender Folie begeistert der Klangkünstler in einem verlassenen Familienhaus in der Zehetmeierstraße 2 seine Gäste.

Emanuel Mooner präsentiert verformte Lichtdekorationen aus Neonröhren.

Sein Kunstprojekt heißt „House of Good Memories“. Neben Geräuschen des Hauses selbst, bedient sich der stadtbekannte DJ auch an verformten Lichtdekorationen aus Neonröhren sowie Projektionen, um Atmosphäre zu erzeugen. Mooners Klanghaus kann bis zum 20. Mai täglich von 15 bis 19 Uhr besucht werden.

„Applaus“ und „House of Good Memories“ sind Teil der Kunstreihe „Frequenzen“. Das von der Stadt geförderte Projekt möchte Orte des Alltäglichen durch Akustik in poetische Kunst verwandeln. Dafür fand ein Wettbewerb statt, der acht Gewinner und damit acht Projekte im Jahr 2019 bestimmt hat. Daniel Schubert

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