Lichtblick für Schandfleck

Neues Kulturevent im Nußbaumpark genehmigt

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Schon bald könnte der Nußbaumpark noch mehr aufblühen – denn durch ein neues Kulturevent im Sommer soll er zum „Ort der Entschleunigung“ werden.

Ludwigsvorstadt - Schluss mit düsteren Ecken und zwielichtigen Gestalten im Nußbaumpark: Ein neues Kulturevent soll das Ambiente künftig verbessern

Bisher ist der Nußbaumpark nicht unbedingt ein Ort, an dem man gerne verweilt. Düstere Ecken, zwielichtige Gestalten – Aufenthaltsqualität sieht anders aus. Doch das könnte sich mit einem neuen Veranstaltungskonzept nun ändern. Der Kreisverwaltungsausschuss des Stadtrats hat jetzt eine entsprechende Beschlussvorlage abgesegnet. Die Kulturveranstalter Zehra Spindler und Dirk Beyer von „Urban League“ werden den Nußbaumpark im Sommer drei Monate lang nutzen (Hallo berichtete im März). Und so soll das konkret aussehen: Spindler, bekannt durch Projekte wie den Kulturstrand oder Puerto Giesing, plant auf dem Areal an der Ziemssenstraße nun eine Art ruhiges „Anti-Event“ mit dem Untertitel „Ein Ort der Entschleunigung“. 

Zehra Spindler ist Kulturveranstalterin von "Urban League" und wird sich für den Nußbaumpark engagieren.

Von Juni bis August soll durch niederschwellige Angebote zum Mitmachen die Aufenthaltsqualität in der Grünanlage gesteigert werden. Es wird Sitzgelegenheiten, Kicker, eine Kulturbühne und Spielmöglichkeiten für Kinder geben, außerdem sind Boule-Wettbewerbe, Backgammon oder andere Spiele angedacht. Zudem soll es Programmpunkte mit unplugged Musik, wie beispielsweise Klassik-Abende geben. Auch Yogakurse oder Workshops zu Urban Gardening sind geplant. 

Im Vorfeld gab es Kritik von den benachbarten Kliniken. „Da Patienten keine Möglichkeit haben, etwaigen Lärm- oder Geruchsbelästigungen auszuweichen, ist der Park aus unserer Sicht nicht als Veranstaltungsort geeignet“, erklärte Philipp Kreßirer, Sprecher des Klinikums der Universität München. Laut Beschluss soll es Musik nur bis 21 Uhr geben. Ansonsten ist täglich ein Programm von 12 bis 22 Uhr angedacht, an Freitagen und Samstagen bis 23 Uhr. Der Platz soll immer frei zugänglich sein, die Teilnahme am Kulturprogramm kostenlos. 

Die Polizei sieht das Vorhaben positiv: „Wir versprechen uns durch die Langzeitveranstaltung in den Sommermonaten eine nachhaltig positive Wirkung auf die Parkanlage. Neben einem spürbar erhöhten Besucheraufkommen ist vor allem mit einem starken Anstieg der Sozialkontrolle auf die Randgruppen zu rechnen.“ Das Projekt ist für drei Jahre in Folge geplant. dbo

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