Konzept für das Haus des Humors steht – wenn der Freistaat Gelder zuschießt

Ist Lachen in München Landessache?

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In der Zenettistraße 17 soll es sich bald rund ums Lachen, die Komik und den Humor drehen.

Isarvorstadt – 17 Millionen Euro soll die Sanierung des Gebäudes an der Zenettistraße kosten.  Dafür hat München danach ein „Haus des Humors“. Bezuschusst der Freistaat das Vorhaben?

Der Förderverein „Forum Humor und komische Kunst“ will in der ehemaligen Viehmarktbank ein Museum der Komik errichten (Hallo berichtete). Jetzt wurde das detaillierte Konzept bekannt gegeben.

Reinhard Wittmann, Vorsitzender des Fördervereins.

Rund 17 Millionen Euro wird die Sanierung des leerstehenden Gebäudes an der Zenettistraße kosten. Für die Finanzierung hat der Förderverein bereits eine Million Euro Spenden gesammelt. Den Großteil der Kosten soll die Stadt tragen. Geplant ist eine Einrichtung, die Ausstellungs- und Aufführungsorte mit Angeboten zur Ausbildung kombiniert. Vor allem die Kostenfrage sorgte dafür, dass die Stadt vom Konzept bisher nicht vollends begeistert war. „Die SPD ist immer noch nicht bereit das Projekt zu unterstützen und verlangt, dass sich der Freistaat beteiligt“, erklärt der Vorsitzende des Fördervereins, Reinhard Wittmann. „Zusammen mit Gerhard Polt werde ich bald zu Markus Söder gehen und um Unterstützung bitten.“ Stellt der Freistaat die Mittel zur Verfügung, „dann wäre die SPD auch dabei. Das kann jetzt ganz schnell gehen.“ Das Museum soll Mitte 2022 eröffnet werden.

Auf 600 Quadratmetern ist eine Dauerausstellung mit Portraits zu verschiedenen Künstlern geplant. Unter anderem sollen Loriot, Otto Waalkes und Gerhard Polt vertreten sein. Neben einer Filmbox, die die Klassiker der Filmkomödie präsentiert, wird auch auf wissenschaftliche Fragen rund ums Lachen und die Komik eingegangen. Die erste Sonderausstellung steht auch schon fest: „Derbleckt am Nockherberg“.

Auch ein Veranstaltungsprogramm auf der Café-Bühne des Forums und auf dem Vorplatz sind geplant. Genauso wie eine Lange Nacht der Komik und ein Open-Air-Festival der Filmkomödie. In der „Akademie der komischen Kunst“ werden Seminare, Workshops und Fortbildungskurse stattfinden. „Das Konzept ist sehr breitgefächert“, schwärmt Ideengeberin und Initiatorin des Fördervereins Meisi Grill. „Ich stehe zu hundert Prozent dahinter.“

Sophia Oberhuber

Forum Humor

Der Förderverein wurde 2010 auf Initiative von Meisi und Helmut Grill gegründet. Ziel ist die Errichtung eines Museums des Humor in München. Unterstützt wird der Verein von Künstlern wie Gerhard Polt, Monika Gruber, Willy Astor und Hape Kerkeling.

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