„Es wird sich zwischen zwei Standorten entscheiden“

„Campus di Monaco“: Mit Schulkonzept aber ohne Standort

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Das Konzept für die neue Montessorischule ist fertig. Kurios: Der Standort ist noch unklar.

Isarvorstadt – Die neue Montessorischule für das Viertel ist fertig geplant – Was bisher jedoch fehlt ist ein passendes Gebäude – Hallo ist der Situation auf den Grund gegangen

Antonia Veramendi wird die Montessorischule „Campus di Monaco“ leiten.

Die Schulleitung steht fest, der Vorstand für den Förderverein wurde gewählt, im September sollen die ersten Schüler im Unterricht sitzen: Antonia Veramendi und Angelika Bachmann wollen eine internationale Montessorischule eröffnen. Das Konzept ist fertig. Kurios: Der Standort ist noch unklar. Trotz vorerst unbekannten Räumlichkeiten ist das Interesse an dem Schulprojekt aber schon so groß, dass die ersten Eltern ihre Kinder angemeldet haben.

„Es wird sich zwischen zwei Standorten entscheiden. Beide Möglichkeiten sind im Innenstadtbereich und gut angebunden“, erläutert Veramendi. Es sind unter anderem Räumlichkeiten im Münchner Süden im Gespräch. Das Gebäude soll genügend Platz für Unterrichtsräume, Werkstätten, eine Schulkantine und einen Garten bieten. Dort sollen dann ab September 2019 rund 200 Kinder mit und ohne Migrationshintergrund von der fünften bis zur zehnten Klasse unterrichtet werden. Auch ein Hort ist geplant.

Laut Veramendi läge der Schwerpunkt des Schulkonzepts auf der kulturellen Bildung.

Der „Campus di Monaco“ soll mindestens 20 pädagogische Vollzeitstellen schaffen: „Unser Fokus liegt auf der kulturellen Bildung. Deshalb wird das Team aus Lehrern, Sozialpädagogen, Erziehern und Künstlern bestehen.“ Auch die offizielle Schulgenehmigung von der Regierung Oberbayern steht noch aus, doch Veramendi betont: „Es gab gute Vorgespräche, deshalb schätze ich die Aussichten auch gut ein.“ Auf Nachfrage bei der Stadt München erklärte Birgit Unterhuber vom Kommunalreferat, dass die Stadt zur Zeit in Gesprächen mit der Schule stehe. Eine Aussage über den Verlauf der Gespräche oder die Überlassung eines städtischen Grundstücks könne nicht getroffen werden.

Zur Informationsveranstaltung im „Bellevue di Monaco“ kamen viele Interessierte.

Gefördert wird der „Campus di Monaco“ unter anderem vom „Bellevue di Monaco“, auch wenn die Ähnlichkeit im Namen keine Absicht gewesen sein soll. Die beiden Projekte werden in Zukunft zusammenarbeiten: „Die Schüler können hier ihre Freizeit verbringen oder sich engagieren“, sagt Veramendi. Auch Matthias Weinzierl, stellvertretender Leiter des „Bellevue di Monaco“, ist begeistert: „Sowohl der Campus als auch das ‚Bellevue di Monaco‘ werden von unserer Zusammenarbeit profitieren. Es ist ein toller Ansatz, dass geflüchtete und nicht geflüchtete Schüler zusammen lernen.“

Einer der Beweggründe für das Konzept war laut Veramendi die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland: „Die Leistungen sind von der sozialen Herkunft abhängig. Wir wissen doch alle, dass es anders gehen kann.“ Mit individueller Förderung und der richtigen Haltung könnten auch Kinder, die mit großen Hürden konfrontiert sind, große Leistungen erbringen.

Sophia Oberhuber

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