Wohin München radelt

BA Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt kämpft um Fahrradstraße

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Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt: Es gibt jede Menge zu tun für den BA-Vorsitzenden Alexander Miklosy.

Gefährliche Radl-Brennpunkte, Großprojekte wie Radwege für das neue Stadtteilkulturzentrum oder Dauerthemen wie die Wiesn­-Querung – in puncto Radeln gibt es für den Bezirksausschuss (BA) Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt jede Menge zu tun. BA-Vorsitzender Alex­ander Miklosy (Foto, re.) erklärt, welche Themen im Viertel wichtig sind.

Eines der größten Anliegen der Viertelpolitiker: Die Hackerbrücke soll zur Fahrradstraße werden. Bereits vor rund einem Jahr hatte der BA das in einem Antrag gefordert – kürzlich kam die Absage des Kommunalreferats (KVR). Die Begründung: Bei einer Umwandlung zur Fahrradstraße wäre mit einem drastisch verstärkten Verkehrsauf­kommen und Stauungen in der Umgebung zu rechnen. „Es ist egoistisch, unseren Antrag nur aus Sicht der Autofahrer zu betrachten, denn eine Fahrradstraße würde die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer verbessern“, erklärt Miklosy. „Und für Radler ist es auf der Hackerbrücke besonders eng und gefährlich – dort muss sich dringend etwas ändern!“ Der BA hält daher an seiner Forderung fest und hat nun den Antrag für die Fahrradstraße erneut verabschiedet.

Alle Jahre wieder Thema ist die Wiesn­-Querung. Dazu gibt es einen runden Tisch mit dem Referat für Arbeit und Wirtschaft, dem Baureferat, Betreibern und Wirten. „Der BA setzt sich dafür ein, dass die Querung der Theresienwiese möglichst lange möglich ist und dass Radfahren rund um das Gelände einigermaßen erträglich bleibt.“ Vanessa Hahn

Mit dem Rad zum Stadtteilkulturzentrum

Auf dem Gelände an der Ecke Ruppertstraße/Tumblingerstraße, direkt gegenüber des Viehhofs, entsteht ein gemeinsames Stadtteilkultur- und Schulzentrum für Sendling und die Isarvorstadt. Den Viertelpolitikern beider Stadtteile ist daher eines besonders wichtig: eine optimale Erschließung des Areals durch Radwege sowie genügend Radlstellplätze auf dem Gelände. „Gerade für ein Kulturzentrum ist die gute Erschließung über Radwege besonders wichtig“, erklärt Miklosy.

Brennpunkte in der Innenstadt entschärfen

Parkende Autos, Schaltkästen, Bäume – gerade in der Innenstadt sind die Radwege oft zu eng und voller Hindernisse. „Brennpunkte sind die Sonnenstraße und das Areal um den Bahnhof, wie die Schwanthalerstraße“, sagt Miklosy. „Besonders hohes Gefahrenpotential birgt die Lindwurmstraße, vom Sendlinger Tor bis zum Sendlinger Berg – hier herrscht dringend Verbesserungsbedarf für alle Verkehrsteilnehmer.“

Auf dem Isartalbahnradweg bis Pullach

Von Thalkirchen verläuft in südlicher Richtung auf der ehemaligen Gleisstraße der Isartalbahn der Isartalbahnradweg bis zur Großhesseloher Straße/Knotestraße. „Wünschenswert wäre aber nach wie vor eine eigene Trasse bis Pullach“, erklärt Ludwig Weidinger, Vorsitzender im Bezirks­ausschuss 19. Aktuell scheitert das Vorhaben eines durchgängigen Radwegs an Grundstücken in Privatbesitz im Bereich der Gemeinde Pullach.

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