Mehr als Gattin, Witwe, Mutter

Isarvorstädterin erinnert an 30 vergessene Münchnerinnen

1 von 10
Ihre Heirat machte Ludwig I. zum König: „Seiner Schwester verdankt Ludwig I. das Königreich“, erzählt Schmid-Thomé. Auguste Amalie von Leuchtenberg heiratete Napoleons Sohn Eugène. Das war die Bedingung, unter der Napoleon ihrem Vater, Max Joseph, die Königskrone gewährte. 1806 wurde Bayern zum Königreich proklamiert. Auguste, die eigentlich einen anderen Mann heiraten wollte, überlebte Eugène um 27 Jahre.
2 von 10
Ihre Heirat machte Ludwig I. zum König: „Seiner Schwester verdankt Ludwig I. das Königreich“, erzählt Schmid-Thomé. Auguste Amalie von Leuchtenberg heiratete Napoleons Sohn Eugène. Das war die Bedingung, unter der Napoleon ihrem Vater, Max Joseph, die Königskrone gewährte. 1806 wurde Bayern zum Königreich proklamiert. Auguste, die eigentlich einen anderen Mann heiraten wollte, überlebte Eugène um 27 Jahre.
3 von 10
Sie lernte heimlich in der Hofbibliothek: Es war ihre Wissbegierde, die Lady Charlotte Blennerhasset auszeichnete, aber auch Unfrieden mit der Mutter stiftete. „Sie wollte immer lernen, doch ihre Mutter erklärte ihr, als Blaumann findest du keinen Mann“, so Schmidt-Thomé. Ihre Tochter Charlotte lernte daraufhin heimlich, studierte Bücher in der Hofbibliothek. Schließlich heiratete sie doch, trennte sich später und verfasste unzählige Werke als historische Schriftstellerin.
4 von 10
Sie lernte heimlich in der Hofbibliothek: Es war ihre Wissbegierde, die Lady Charlotte Blennerhasset auszeichnete, aber auch Unfrieden mit der Mutter stiftete. „Sie wollte immer lernen, doch ihre Mutter erklärte ihr, als Blaumann findest du keinen Mann“, so Schmidt-Thomé. Ihre Tochter Charlotte lernte daraufhin heimlich, studierte Bücher in der Hofbibliothek. Schließlich heiratete sie doch, trennte sich später und verfasste unzählige Werke als historische Schriftstellerin.
5 von 10
„Stolz von der Au“ – Star der Hofoper: In der Au lebten früher die Armen, die auf der anderen Isarseite kein Bürgerrecht erhielten – wie Klara Vespermann. Sie wurde zum „Stolz von der Au“: vom Mädl, das in Straßenkneipen sang, zum gefeierten Star der Hofoper. Mit einem blinden Geiger zog sie umher – bis Hofkapellmeister Peter von Winter ihr Talent entdeckte, sie aufnahm und für ihre musikalische Ausbildung sorgte.
6 von 10
„Stolz von der Au“ – Star der Hofoper: In der Au lebten früher die Armen, die auf der anderen Isarseite kein Bürgerrecht erhielten – wie Klara Vespermann. Sie wurde zum „Stolz von der Au“: vom Mädl, das in Straßenkneipen sang, zum gefeierten Star der Hofoper. Mit einem blinden Geiger zog sie umher – bis Hofkapellmeister Peter von Winter ihr Talent entdeckte, sie aufnahm und für ihre musikalische Ausbildung sorgte.
7 von 10
Sie finanzierte das Theatermuseum: Schauspielerin und Stifterin des Münchner Theatermuseums – Klara Ziegler: 1862 debütierte sie am Stadttheater in Ulm, 1865 folgte ein Engagement im Actien-Volkstheater (dem heutigen Gärtnerplatztheater). Über 2000 Mal, in 227 verschiedenen Rollen, trat sie in ganz Europa auf. Ihren Reichtum vermachte sie nach dem Tod einer Stiftung – um damit ein Theatermuseum aufzubauen.
8 von 10
Sie finanzierte das Theatermuseum: Schauspielerin und Stifterin des Münchner Theatermuseums – Klara Ziegler: 1862 debütierte sie am Stadttheater in Ulm, 1865 folgte ein Engagement im Actien-Volkstheater (dem heutigen Gärtnerplatztheater). Über 2000 Mal, in 227 verschiedenen Rollen, trat sie in ganz Europa auf. Ihren Reichtum vermachte sie nach dem Tod einer Stiftung – um damit ein Theatermuseum aufzubauen.

Isarvorstadt: Unter einem wachsamen Engel liegt Babette Klinger-Schmid auf dem Alten Südfriedhof begraben – sie ist Tochter von „Papa Schmid“, dem Gründer des Marionettentheaters.

Sie waren Schriftstellerinnen, Schauspielerinnen, Sängerinnen, Pazifistinnen, Prinzessinnen oder Unternehmerinnen – doch auf ihren Grabsteinen steht Witwe, Gattin, Mutter. Die meisten Leistungen, der Frauen, die das Bild Münchens im 19. Jahrhundert geprägt haben, sind vergessen. „Ein Unding“, findet Adelheid Schmidt-Thomé (Foto). Die Isarvorstädterin widmet nun ein neues Buch den vielen Frauen, die in der Stadt gelebt, gearbeitet, gelitten, gekämpft und gewirkt haben – „aber häufig vom Schatten machtvoller Männer verdrängt wurden“. In „Vergessene Münchnerinnen“ gibt Schmidt-Thomé diesen bemerkenswerten Frauen nun wieder ein Gesicht und eine Stimme. Inspiriert wurde sie durch zahlreiche Spaziergänge über den Alten Südfriedhof, wo viele der Damen begraben sind. 30 Lebensbilder hat die Autorin gesammelt, wir stellen fünf davon vor.

Vanessa Hahn

Entdecken Sie weitere spannende Biographien

Von der noblen Stifterin des Theatermuseums bis zur schönsten Münchnerin: Diese und weitere spannende Biografien und Lebensgeschichten der „Vergessenen Münchnerinnen“ (Allitera Verlag) präsentiert die Autorin Adelheid Schmidt-Thomé am Mittwoch, 10. Mai, bei einer kostenlosen Lesung in der Juristischen Bibliothek im Neuen Rathaus (Zimmer 367, 3. Obergeschoss), Marienplatz 8. Es wird um Anmeldung vorab gebeten – per e-Mail an Lesung@allitera.de oder telefonisch unter 13 92 90 46.

Das Buch gibt es auch zu gewinnen – Hallo verlost drei Exemplare. Einfach eine e-Mail an gewinn@hallo-muenchen.de oder eine Karte an die Redaktion, Dessauerstraße 10, 80992 München senden. Stichwort: Münchnerinnen

Auch interessant:

Meistgelesen

Kommentare