Freiraum für Partyszene

Isarvorstadt: Legale Raves gefordert

Nick Buchholz vor seinem DJ-Pult bei einer Veranstaltung von „Muc Muc“
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Musikproduzent Nick Buchholz vor seinem DJ-Pult bei einer Veranstaltung von „Muc Muc“
  • VonTheresa Reich
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DJ beantragt Rave, um das Partyvolk von der Isar zu holen – wie viele Feiernde sie erreichen könnten und was der BA dazu sagt

Das Künstlerkollektiv „Muc Muc“ hat ein DJ-Pult und feierwillige Freunde. Doch wie feiert man während einer Pandemie? Zehn junge Leute bitten die Stadt jetzt um Unterstützung. Wichtig sei Nick Buchholz „feiern, aber mit Hygienemaßnahmen und ohne Anwohner oder die Natur zu stören“. In der jüngsten Bürgerversammlung der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt beantragte der 18-Jährige, einen legalen Rave auszurichten. Die anwesenden Bürger stimmten dem Antrag mehrheitlich zu.

Künstlerkollektiv will legalen Rave veranstalten

„Wir stellen die Technik und die Musik zur Verfügung. Im Gegenzug benötigen wir von der Stadt einen Ort – am liebsten in unserem Viertel – und finanzielle Unterstützung, um Sicherheitspersonal und Schnelltests zu bezahlen“, so Buchholz, der nebenberuflich als Musik-Produzent arbeitet. Eintritt wolle das Kollektiv, das sich auch für Umweltschutz und gegen Gentrifizierung und Diskriminierung einsetze, nicht verlangen – aber eine Spende. Seitdem die Clubs geschlossen sind, gebe es zu wenig Freiräume für die Partyszene und alle würden an die Isar rennen. „Muc Muc könnte über die sozialen Netzwerke circa 400 Personen erreichen und von der Isar holen.“

DJ Nick Buchholz beantragt legale Musikveranstaltungen

BA-Vorsitzender Benoît Blaser lässt auf Nachfrage offen, ob das Viertelgremium den Antrag unterstützen wird. Laut Blaser gebe es bereits „ein ausreichendes Angebot von Kultur-Veranstaltungen mit Musik im Stadtbezirk“. Blaser fügt hinzu: „Das dichte Stadtzentrum bietet keine weiteren Flächen mehr. Nicht alles sollte sich auf wenigen Plätzen im Zentrum abspielen.“ Ein BA-Antrag vom Februar an die Stadtverwaltung – geeignete Flächen für Feiernde auszuweisen – wird derzeit noch bearbeitet. Auch der Antrag von „Muc Muc“ wird aktuell von der Stadtverwaltung geprüft.

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