1. hallo-muenchen-de
  2. München
  3. München Mitte

Not am Lehrerpult: Sind Berufsschul-Pädagogen in der Stadt bald Mangelware?

Erstellt:

Kommentare

Antonia Ellner (links) interessiert sich für eine Ausbildung zur Mechatronikerin. Stadtschulrätin Beatrix Zurek hofft, dass trotz des Lehrermangels auch weitere Mädchen technische Berufe wählen.
Antonia Ellner (links) interessiert sich für eine Ausbildung zur Mechatronikerin. Stadtschulrätin Beatrix Zurek hofft, dass trotz des Lehrermangels auch weitere Mädchen technische Berufe wählen. © Christina Denk

München – Wie geht es weiter, wenn die Berufsschullehrer von heute in Rente gehen? Stadtschulrätin Beatrix Zurek und ihr Team arbeiten auf Hochtouren an einer Lösung des Problems

„Die Entwicklung ist beängstigend“, sagt Stadtschulrätin Beatrix Zurek zur Situation an Berufsschulen. 50 Prozent der Münchner Berufsschullehrer sind über 50 Jahre alt. Bald gehen sie in Rente. Wie geht es dann weiter? An einer Lösung arbeiten Zurek und ihr Team mit Hochdruck.

„Nur wenige entscheiden sich für den Beruf des Berufsschullehrers, denn er ist kaum bekannt“, so Zurek. Dabei gebe es viele Einstiegsmöglichkeiten: Ob Studium zum Berufsschullehrer oder Quereinsteiger über eine Ausbildung mit anschließendem Referendariat. Die Berufsschulen rühren bereits die Werbetrommel, um den Beruf bekannter zu machen: So gehen sie beispielsweise an Universitäten.

Zusätzlich führt eine weitere Entwicklung zu Lehrerbedarf. Immer mehr Schüler wollen einen Ausbildungsberuf inklusive Berufsschule ergreifen. So auch Antonia Ellner. Die 18-Jährige startete vor zwei Jahren eine Ausbildung zur Mechatronikerin – eigentlich ein typischer Männerberuf. Zurek: „Es kommt immer öfter vor, dass junge Frauen technische Berufe wählen.“ Ein Trend, der hoffentlich nicht durch den Lehrermangel gestoppt wird.

Christina Denk

Auch interessant

Kommentare