Ausschreibung der Stadt: 2000 zusätzliche Betten werden bis 2020 gebraucht

Kommen Wohnungslose jetzt im Hotel unter?

Ein Kicker als Geschenk: wohnungslose Familien in einer Obermenzinger Einrichtung.
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Ein Kicker als Geschenk: wohnungslose Familien in einer Obermenzinger Einrichtung.

München – Die Stadt braucht dringend mehr Betten – Darüber sind sich Sozialreferat und Stadt einig und schreiben deshalb Notunterkünfte aus – Hallo hat nachgehakt, was hinter die Idee steckt

Edith Petry vom Sozialreferat.

Mehr Notunterkünfte für München: 2000 zusätzliche Bettenplätze werden in den nächsten zwei Jahren benötigt. Sozialreferat und Stadt sind sich einig und schreiben neue Notunterkünfte aus. Ob in einem Clearing-Haus, einem Hotel oder einer Pension – die Möglichkeiten, wie die aktuell knapp 9000 Wohnungslosen untergebracht werden können, sind vielfältig. 

In Deutschland gemeldete Obdachlose haben wie Wohnungslose Anspruch auf Notunterkünfte.

„Man darf sich das aber nicht wie ein Tourist vorstellen, der in der Pension eincheckt“, erklärt Edith Petry vom Sozialreferat. „Die Kriterien bei der Auswahl sind Größe, Ausstattungsqualität, Lage und die Betreuungsmöglichkeiten. Und was wer stemmen kann.“ 

Wie lange die Wohnungslosen bleiben dürfen, hängt von der individuellen Situation ab, beispielsweise ob jemand einen Job hat. Ein Clearing-Haus sollte spätestens nach einem Jahr wieder verlassen werden. Bei der Ausschreibung wird auch Ersatz für die Betten in der Bayernkaserne gesucht, wo Ende des Jahres zwei Häuser mit insgesamt 190 Betten schließen. Der Kälteschutz für Obdachlose in der Kaserne ist diesen Winter nicht betroffen. Aber: „In zwei Jahren brauchen wir auch dafür Ersatz.“

sab

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