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Er kämpft gegen Ruhm und Ehre

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München - Wolfram Kastner (Foto) ist verärgert. Grund ist das Kriegerdenkmal an der Dachauer Straße für getötete Soldaten des Ersten Weltkriegs. Der Spruch darauf sei nicht mehr zeitgemäß.  Was der Kunstforscher jetzt plant

Auf dem Denkmal ist zu lesen: „Sie starben für Deutschlands Ruhm und Ehre“. Nicht mehr zeitgemäß, findet Kastner. Das Mahnmal wurde 1922 errichtet, 1945 zerstört, 1962 wieder errichtet und wird bis heute alljährlich mit Kränzen der Bundeswehr und Veteranen verziert. Das geflügelte Eisenbahnrad stammt noch vom Originaldenkmal.

Ob der Text ebenfalls aus dem Jahr 1922 stammt oder 1962 erfunden wurde, ist nicht zu erkennen. „Dass man das damals so gesehen hat, kann ich ja noch verstehen. Aber heute?“ Kein einziger Soldat sei für Ruhm und Ehre gestorben, „eher für nationalen militaristischen Größenwahn“.

Kastner hat nun Briefe geschrieben an den Kasernenkommandanten und das Bundesministerium. Sein Gedanke fürs Denkmal: Es soll verändert, mit einem ergänzenden, kommentierenden Text ausgestattet werden. Er wartet nun auf Vorschläge seitens der Bundeswehr. Sollte nichts passieren, will der Kunstforscher selbst tätig werden. Etwas wird sich ändern, glaubt er. „Ich bin gemäßigter Optimist.“

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