Gauner auf dem Vormarsch

Internet-Betrüger fragen Daten, PIN und TAN ab

Um an vertrauliche Daten zu gelangen, haben Internet-Betrüger eine neue Masche entdeckt. Was ein Experte rät, lesen Sie hier.

Mails von Banken landen häufig im Posteingang, aber dass sie persönliche Daten samt PIN und TAN via Mail abfragen, ist „sehr dubios“, findet Hanna Müller, die jetzt so eine Mail bekommen hat. Darin steht: „Wir müssen Sie darüber in Kenntnis setzen, dass es am 18. Januar, um 20:57 Uhr zum dritten fehlgeschlagenen Anmeldeversuch gekommen ist.“ Deshalb habe die Bank den Online-Banking-Zugang gesperrt und bittet nun um einen Datenabgleich via Mail. Hanna Müller wundert sich, denn sie hat seit einem halben Jahr kein Konto mehr bei dieser Bank, „andernfalls hätte ich das ausgefüllt“, sagt sie zu Hallo.

„Bloß nicht“, warnt Sascha Straub, Jurist bei der Verbraucherzentrale Bayern. Die Masche floriert – fingierte Mails von Banken, Versicherungen und Online-Bezahlsystemen sind im Umlauf und ständig kommen neue hinzu. Auch die Verbraucherzentrale Bayern ist über 200 Mal im Jahr mit diesen sogenannten „Phishing-Mails“ konfrontiert. Der Experte rät: „Nichts öffnen, keine Daten preisgeben und die Mails einfach löschen.“

Wer steckt dahinter? „Das kann man nicht genau sagen, die Betrüger können auf der ganzen Welt sitzen“, sagt Straub. Ziel der Gauner sei es, an so viele Daten wie möglich zu kommen: Geben Verbraucher ihre kompletten Daten bekannt, können die Betrüger im Netz ganz bequem einkaufen gehen“, sagt der Experte. Ines Weinzierl

So erkennt man die Mails:

· Grammatik- und Orthografie-Fehler · Mails in fremder Sprache · fehlender Name,

· dringender Handlungsbedarf · Eingabe von Daten

· Aufforderung zur Öffnung einer Datei · Links oder eingefügte Formulare.

Weitere Infos unter www.verbraucherzentrale-bayern.de

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