70. Geburtstag – ein Problem

MÜNCHEN

Fotografieren, Bücher schreiben, im Fernsehen kochen, repräsentieren, Mutter von sechs Kindern und Großmutter von sieben Enkelkindern sein, und und und – ein Tag im Leben von Edith von Welser-Ude ist nie langweilig. Genau diese Abwechslung liebt die Schwabingerin aber so sehr: „Ich mag das wechselvolle Leben“, betont sie. Dennoch: Auch Edith von Welser-Ude braucht mal Ruhe, erholt sich gerne in den eigenen vier Wänden, im Englischen Garten oder auf der Insel Mykonos. Die Ruhe kommt dieser Tage im Hause Ude allerdings eher kurz – der 70. Geburtstag der Hausherrin steht an, am 12. Januar wird groß gefeiert. Und das, obwohl sich die 69-Jährige selbst „am liebsten irgendwo hinverkrümelt“ hätte. Dies haben aber weder ihre Freunde, noch ihre Familie zugelassen. „Mein Mann und meine älteste Tochter planen schon eifrig, überall wird geflüstert und gewispert“, sagt die Jubilarin. Grundsätzlich feiere sie ja sehr gerne Geburtstage, nur mit den runden habe sie so ihre Probleme. „Aber was soll’s, es lässt sich ja eh nicht verschweigen“, meint sie lachend. Was das Jahr 2009 noch so alles für Feste, Feiern und Projekte für Edith von Welser-Ude bereit hält, was die OB-Gattin nervt und was ihr gefällt, hat sie im Hallo München-Interview verraten. Tanja Bitterer Arbeitspensum lässt keine Langeweile zu. Es gibt mehrere neue Buchprojekte und dazu Reisen. Und durch den Beruf meines Mannes fallen mir auch viele Aufgaben zu. Bücher: Mein Mann und ich haben zwei Bücher zusammen herausgebracht über zeitgenössische Wandmalereien, daran arbeiten wir weiter. China: Hatte dort schon drei Ausstellungen und werde auch in diesem Jahr wieder dorthin reisen, um zu fotografieren. Druck: Ich mag es überhaupt nicht, unter Druck zu geraten. Ich arbeite gerne, aber in meinem eigenen Rhythmus. Erholung: Es gibt für mich viele Orte zum Erholen, als erstes die eigene Wohnung, in der wir uns ungeheuer wohl fühlen. Oder ein Spaziergang durch den Englischen Garten, oder unser griechisches Ferienhäuschen am Meer. Freizeit: Ich habe inzwischen ein bisschen mehr, vor allem seit ich nicht mehr im Stadtrat bin. Geburtstagsfeier: Mein nächster Geburtstag wird ein großes Fest, darauf haben Freunde und Familie bestanden. Mein Mann und meine älteste Tochter planen schon eifrig, überall wird geflüstert und gewispert. Ich hätte mich am liebsten irgendwo hinverkrümelt, aber inzwischen freue ich mich auch darauf. Haushalt: Versuche ich so zu organisieren, dass er Spaß macht und dass er gut und schnell erledigt ist. Fensterputzen mag ich gar nicht. Idealzustand: Das ist ein fliehendes Ziel. Mein Idealzustand darf nichts Statisches sein. Ich kann mir keinen Zustand als Ideal vorstellen, der sehr dauerhaft ist. Ich mag das wechselvolle Leben. Jubel: Wir haben viel gejubelt 2008 wegen der gewonnenen Wahl, wegen der 850 Jahrfeier. 2009 werden wir zunächst über Obamas Amtsantritt jubeln. Kinder: Ich habe mir immer viele Kinder gewünscht. Vier von meinen sechs Kindern wohnen mit ihren Familien mit uns im Haus. Wir sind also 15 Familienmitglieder hier im Haus, plus vier Katzen und einem Hund. Laster: Eines haben wir uns beide vor 28 Jahren abgewöhnt: das Rauchen. Doch der Rotwein schmeckt uns immer noch. Das größte Laster von meinem Mann sind Nudeln, die könnte ich ihm jeden Tag machen. Miezen: Ein Leben ohne Miezen können wir uns nicht vorstellen. Derzeit wohnen Udefix und Mienchen bei uns, die wir vor unserem griechischen Häuschen kennengelernt haben. Nervig: Lange Telefongespräche zur Unzeit. Unpünktlichkeit – ich kann es nicht ausstehen, wenn man mich warten lässt. Und ich finde laute Musik nervig, bei der man sich nicht mehr unterhalten kann. OB Ude: So nenne ich ihn ja eigentlich nicht. Bei mir heißt er Christian. Kosenamen werden nicht verraten. OB Ude: So nenne ich ihn ja eigentlich nicht. Bei mir heißt er Christian. Kosenamen werden nicht verraten. Packen: Es stehen Reisen an nach China und nach Israel. Und natürlich Ferien in Griechenland. Quälerei: Ich lasse mich nicht quälen. Repräsentieren: Macht nicht immer Spaß, kann sehr langweilig sein, vor allem wenn man etwas Besseres vor hätte. Aber auf der anderen Seite lernt man viele interessante Menschen kennen, und das ist wieder etwas sehr Schönes. Schön: München TV: Abends sehe ich manchmal ganz entspannt fern. Ich liebe naturwissenschaftliche Sendungen. Zur Entspannung schaue ich auch Krimis, aber deutsche. Uroma: Das hat noch Zeit. Die ältesten Enkel, das sind Zwillinge, sind 17, der jüngste ist vier. Vorsätze: Ich habe es aufgegeben, Vorsätze zu fassen, weil ich sie in der Regel nicht eingehalten habe. Weltreise: Das wäre mir viel zu viel auf einmal. Ich erlebe die Dinge gerne aufmerksam, in Ruhe und in Muse. Xanthippe: So hieß einmal eine Katze auf Mykonos, weil sie so streitsüchtig war. Yoga: Das wäre ein schöner Vorsatz, den ich aber nie, nie eingehalten habe. Zufrieden: Ich kann sagen, dass ich mit meinem Leben zufrieden bin. Das ist aber irgendwie zu wenig, denn eigentlich bin ich sehr glücklich mit meinem Leben.

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