Gipfeltreffen der Polit-Prominenz

Fixe Festung

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Polizeiaufgebot am Promenadeplatz: Rund um den Bayerischen Hof verläuft die Sperrzone während der Münchner Sicherheitskonferenz.

Altstadt - Gesperrte Straßen, hochrangige Gäste, Gegendemo: So läuft heuer die Münchner Sicherheitskonferenz

Die Innenstadt wird zur Sperrzone: Die Sicherheitskonferenz bestimmt von Freitag, 16., bis Sonntag, 18. Februar, das Leben in der Altstadt. Die Polizei sichert das Gipfel­treffen der Polit-Prominenz mit rund 4000 Beamten. Im Vergleich zum Vorjahr soll es keine großen Änderungen am Sicherheitskonzept geben. Daran haben auch die Krawalle im Juli beim G20-Treffen in Hamburg nichts geändert. „Unser Konzept hat sich bewährt“, sagt Polizeisprecher Benjamin Castro auf Hallo-Anfrage. Teil dieses Konzepts ist eine Sperrzone rund um das Tagungshotel „Bayerischer Hof“. Diese umfasst neben dem Promenadeplatz, die Pranner-, die Hartmann-, die Karmeliter- sowie die Kardinal-Faulhaber-Straße. Teilweise werden außerdem die Pacelli- sowie die Maffeistraße betroffen sein. Die Tramlinien 19 und N19 werden von 6 Uhr am Freitag bis 15 Uhr am Sonntag zwischen den Haltestellen Hauptbahnhof Süd und Maxmonument über das Sendlinger Tor umgeleitet. Rund 600 Gäste werden zum Sicherheitsgipfel erwartet. Darunter haben sich 20 Staats- und Regierungschefs angekündigt. Hinzu kommen je 40 Außenminister und Verteidigungsminister. Ursula von der Leyen wird als Verteidigungsministerin gemeinsam mit ihrem französischen Pendant Florence Parly die Konferenz eröffnen. Thomas de Maizière und Sigmar Gabriel werden Deutschland ein letztes Mal als Innen- respektive Außenminister vertreten. Die Delegation aus den USA umfasst neben Verteidigungsminister James Mattis auch Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen sowie Trumps Sicherheitsberater. Der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden und Ex-Außenminister John Kerry haben ebenfalls ihr Kommen angekündigt. Biden ist Laudator für den diesjährigen Preisträger des Ewald-von-Kleist-Preises: John McCain (Foto). Der US-Senator und frühere Präsidentschaftskandidat wird für seinen Einsatz für Frieden und Konfliktbewältigung geehrt. Sein Kommen freut die Organisatoren ganz besonders – wurde doch erst 2017 ein bösartiger Gehirntumor diagnostiziert und entfernt. Keine Konferenz ohne Gegendemonstration: Das Aktionsbündnis gegen die NATO­-Sicherheitskonferenz ruft am Samstag, 17. Februar, ab 13 Uhr zu Protesten auf. Startpunkt ist der Stachus, Zielpunkt gegen 15 Uhr der Marienplatz.

Sabina Kläsener

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