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»Festspiele für Michael Ende«

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Maren Kowitz

Astronomie: Bin unglaublich fasziniert vom Universum. Am Himmel gibt es 88 Sternbilder und das Klavier hat 88 Tasten – das kann kein Zufall sein. Ich habe jedem Sternbild einen Ton zugeordnet und 2006 das „Buch der Sterne fertiggestellt“. Bühnenkomponist: Ich bin der meistgespielte lebende deutsche Bühnenkomponist, was mich wahnsinnig freut. Das liegt vor allem am Traumfresserchen. Carl Orff: 1968 habe ich in seinem Prometheus mitgewirkt, bin danach sein Schüler geworden. Bis kurz vor seinem Tod hat er mir seine Werke aus erster Hand erklärt – die Werke eines so großen Komponisten. Das Traumfresserchen füllt eine Marktlücke. Kein anbiederndes Musical, sondern Musiktheater, das die Kinder für voll nimmt – mit vielen schönen Schlafliedern. Elisabeth Woska hab ich kennengelernt in der Kantine. Ich war Schlagzeuger an der Staatsoper, sie war Schauspielerin im Residenztheater. Jetzt sind wir 35 Jahre verheiratet und arbeiten viel zusammen. Sie ist meine erste kritische Instanz. Fourni: Unsere zweite Heimat. Auf dieser traumhaften, heißen, griechischen Insel haben wir ein Haus, umgeben von Fischern, Ziegenhirten und Imkern. Goggolori hatte 1985 im Gärtnerplatztheater Premiere. Aus sechs Vorstellungen wurden vierzehn Jahre. Die Leute standen bis auf die Straße, um Karten zu bekommen. Heimat: Als Schwabe bin ich ein Grenzbayer. Ich fühle mich hier sehr wohl, aber auch in Griechenland. Isartor: Wunderschön. Seh ich von meinem Arbeitszimmer. Und immer wenn Besuch kommt, gehen wir ins Valentin-Musäum. Jodeln: Mag ich wahnsinnig gern. Ist nur hier in den Bergen möglich. Mag es vor allem, wenn die von der Biermösl Blosn damit auch ironisch umgehen können. Kinder wollen ernst genommen werden. Mein vierjähriger Sohn hat damals zu einer „Eitatei“-Frau gesagt: ,Aber Tante, mit mir kannst Du fei schon normal reden‘. Leiter der Carl-Orff-Festspiele in Andechs ist Markus Everding, der Sohn von August Everding. Mit ihm plane ich eine Zusammenarbeit – er hat gerade ein bayerisches Theaterstück rausgebracht. Michael Ende: Er hat nie den Buchmillionär oder Erfolgsautor raushängen lassen – er war ein Arbeitstier, voller Phantasie und unkompliziert. Wie er uns seine aktuellen Texte vorgelesen hat – Sternstunden! Neu entdeckt wurde Michael Ende nach dem Mauerfall. In der DDR war er verboten wegen Verherrlichung des Indvidualismus. Ohrwurm: Das ist der Schildkröten-Boogie in Tranquilla Trampeltreu. Der wird oft gespielt – in allen möglichen Besetzungen. Präsident des Bayerischen Musikrates war ich bis November 2008. Ich wollte mich um den Nachwuchs kümmern. Wir haben bei Philharmonischen Konzerten einen Altersdurchschnitt von 65,7. Unterstützt von Ursula von der Leyen habe ich Konzerte für Schwangere veranstaltet. Quälerei ist für mich in einem Café zu sitzen, in dem sie laute, schlechte Musik spielen, dass man sich nicht mehr unterhalten kann. Rom: Hab Anfang der 80er in Rom gelebt und dort viel mit Michael Ende gearbeitet. Schlagzeug: Ich finde schlagen ist schöner als Streichen.... das geht schon Kindern beim Spieltrieb so. Mich fasziniert die Flexibilität, die man dafür mitbringen muss. Tranquilla Trampeltreu: Ende sagte, die Geschichte mit der Schildkröte würde mit Musik besser funktionieren – also haben wir es als Schallplatte rausgebracht. Unendliche Geschichte: Das Garmischer Team hat eine tolle Lösung gefunden, den Roman auf die Bühne zu bringen. Ich glaube, das wird ein großer Erfolg. Valentin: Mag ihn so gern. Wenn das Telefon pausenlos klingelt, geh ich ran und sag: „Hier Buchbinder Wanninger.“ Wenn derjenige dann auflegt, merk ich, der kommt nicht aus München. Wahlkampf: Ich hab nicht gerne mit Parteileuten zu tun, arbeite lieber mit schöpferischen Menschen zusammen. Xylophon hab ich im Orchester gespielt. Hab mein altes gerade erst wieder beim Umräumen entdeckt. Yoghurt liebe ich sehr. Jeden Morgen esse ich meinen Yoghurt mit griechischem Honig und Früchten. Ich lebe ziemlich gesund, frühstücke ausgiebig und esse dann erst wieder zu abend. Zimmermann: Meine neue Oper „Der Sohn des Zimmermanns“ wird am 16. März im Würzburger Dom uraufgeführt. Gegen Ende des Stücks läuten alle Glocken der Würzburger Kirchen. Zu meinem 70. Geburtstag wird das Stück dann 2011 in der Philharmonie gespielt.

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