1. hallo-muenchen-de
  2. München
  3. München Mitte

Fahren Münchens Polizisten bald in gelb-blau auf Streife?

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Sind die Münchner Polizisten ab sofort in diesem Look in der Stadt unterwegs?
Sind die Münchner Polizisten ab sofort in diesem Look in der Stadt unterwegs? © Polizei München

München - "Förster-Look" - das war einmal: Seit 2018 sind alle Münchner Polizisten in blauen Uniformen unterwegs. Doch anscheinend ist das Umstyling noch nicht abgeschlossen

Aktuell testet die Schwabinger Polizei-Inspektion spezielle Uniformen für die Beamten, die regelmäßig mit dem Fahrrad auf Streife gehen. Noch bis Ende Oktober dürfen vier Polizisten verschiedene Trikots, Fahrradhosen, Softshell-Jacken und Helme auf Funktionalität, Atmungsaktivität, Witterungsbeständigkeit sowie sonstige praktische Aspekte testen. „Bisher wurde der Streifendienst auf dem Fahrrad nicht in besonderer Bekleidung geleistet, hier wurde der sogenannte Einsatzanzug getragen. Diese Bekleidung wird insbesondere auch bei größeren Einsatzlagen wie Demonstrationen oder Fußballspielen getragen“, erklärt Polizei-Pressesprecherin Anna-Katharina Heschl.

Jetzt soll spezielle Funktionskleidung den radelnden Beamten die Streife angenehmer – und vor allem luftiger - machen. Im Test sind zwei verschiedene Designs: grau-schwarz, wie sie die österreichische Polizei verwendet und neongelb-blau. So gehen Polizisten etwa in Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen auf Patrouille. Insgesamt testen zwölf bayerische Polizisten die Radl-Uniformen, neben München auch in Erlangen und Passau. In München sind radelnde Beamte im ganzen Stadtgebiet unterwegs. Wie viele genau, ist allerdings schwer zu sagen, „da der Einsatz solcher Radlstreifen lediglich bedarfsweise erfolgt“, so Heschl.

Neben verschiedenen Polizeiinspektionen sind aber auch die Einsatzhundertschaften mit Diensträdern ausgestattet. Bis alle mit der Funktionskleidung ausgestattet sind, kann es aber sicher noch dauern. Beim Tausch der normalen Uniform lagen zwischen Trageversuch und Umstellung auch vier Jahre.

Auch neue Holster und Dienstwaffen für die Polizei 

In der Zeit werden die Münchner Polizisten aber anderweitig bereits neu ausgestattet sein – mit neuen Pistolen und Holstern. Ab Januar 2019 müssen alle bayerischen Beamten ihre bisherige Dienstwaffe abgeben und sich den Umgang mit der SFP9-TR des Herstellers Heckler & Koch antrainieren. Der Austausch soll laut Bayerischen Innenministerium bis Ende des kommenden Jahres abgeschlossen sein und inklusive Umrüstung der Polizei-eigenen Waffenwerkstätten bis zu 30 Millionen Euro kosten. Der Wechsel wurde notwendig, weil die bisherige Pistole, eine P7, nicht mehr hergestellt wird. Die neue Dienstwaffe habe aber auch den Vorteil, dass sie leichter, einfacher zu bedienen sowie schneller schussbereit ist, so das Innenministerium.

Um Risiken zu minimieren – etwa wenn Kriminelle den Polizisten ihre Waffe entreißen wollen – kommen die neuen Pistolen auch mit neuen Sicherheitsholstern und Magazintragetaschen. Gleichzeitig müssen alle Polizisten eine mehrwöchige, viermodulige Umschulung absolvieren.

rea

Auch interessant

Kommentare