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Ein einmaliger Badespaß im Dantebad

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Hunde-Badespaß im Schwimmbad wird in München wohl die Ausnahme bleiben.
Hunde-Badespaß im Schwimmbad wird in München wohl die Ausnahme bleiben. © picture alliance / dpa

München – Der heiße Sommer lockte die Münchner in Schwimmbäder, Seen und an die Isar – Ihre Fellknäuel mussten zuhause bleiben – Doch nicht am 18. September

Der Supersommer lockte die Münchner ins kühle Nass: Isar und die städtischen Bäder waren rappelvoll. Nur die rund 37 000 Münchner Zamperl mussten in ihrem Fell schwitzen. Denn in München gilt: Hunde müssen auf öffentliches Badevergnügen verzichten.

Jetzt hatten die Bäderbetriebe der Stadtwerke (SWM) ein Einsehen. Erstmals haben sie einen Hundebadetag ins Leben gerufen. Der FKK-Bereich im Dantebad wurde am 18. September für das tierische Vergnügen geöffnet. Michael Solic, Sprecher der SWM, erklärt Hallo München: „Nachdem Hundebadetage in anderen Gemeinden in Mode sind, haben wir uns dafür entschieden, das auch mal in einem Münchner Bad auszuprobieren.“

Eine erste Bilanz: „Die Münchner Hundehalter nehmen das Angebot im Dantebad gut an. Bis 14 Uhr kamen rund 40 Besucher mit ihren Zamperln, dabei sind es eher die große Rassen: Labradore und Golden Retriever“, erklärte Solic. „Allerdings gab es in der selben Zeit ein gutes Dutzend

Negativ-Resonanz: Gerade die Schwimmbadnutzer haben wütend ihre Bedenken geäußert. Sie finden es schlicht unhygienisch.“ Dabei weist Solic ausdrücklich darauf hin, dass das Becken nach dem Hundebadetag natürlich hygienisch gereinigt werde. Zur Regel wird der Probelauf im abgegrenzten FKK-Bereich des Dantebads nicht: „Nach dem letzten Öffnungstag unserer Sommerbäder werden die Temperaturen in den Becken heruntergefahren und wir beginnen mit den Einwinterungsarbeiten.“ Reine Hundebadebereiche, wie etwa ausgewiesene Strände an der italienischen Adria, schließt Solic aus: „Das ist aus hygienischen Gründen für uns undenkbar. Wir empfehlen den Hundebesitzern daneben die zahlreichen Hundebadestellen in München und in der Region.“ Doch selbst der einzige, im Internet als Hundesee gefundene Teich im Münchner Umland, ist offiziell gar kein Hundesee: Für das Ausgleichsgewässer an der Goteboldstraße neben der A 99 ist die Autobahndirektion Süd zuständig – und die verweist ebenso wie das Baureferat auf den Naturschutz und absolutes Hundebadeverbot.

mjh

Verbot an Seen und Isar

„An den städtischen Badeseen dürfen Hunde nicht baden und nicht frei herumlaufen. Das regelt Paragraf 2 der Grünanlagensatzung“, erklärt Dagmar Rümenapf, Sprecherin des Baureferats München. „Die Isar im gesamten städtischen Bereich ist Landschaftsschutzgebiet.“

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