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Er bringt Bayern-Stars auf Hochglanz

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Sepp Schmid

, der schon den Umzug in das moderne Sportzentrum 1970 miterleben durfte. Seit 39 Jahren unterstützt er das Aushängeschild des deutschen Fußballs mit den Tätigkeiten, die so wenig beachtet, aber so unglaublich wichtig sind. Das Waschen der Trikots, das Herrichten der Arbeitskleidung – die Arbeit eines Zeugwart bemerkt man meistens erst, wenn er einen Fehler gemacht hat. Allzuviele waren es bei Schmid nicht. Er war bei 20 der 21 deutschen Meisterschaften dabei, hat Generationen von Spielern kommen und gehen sehen und verfügt über Einblicke in den Verein wie kaum ein anderer. Vor dem Start in die neue Bundesliga Saison blickt der 85-Jährige in Hallo München auf glorreiche Zeiten zurück – und wagt auch eine Prognose für die Saison, die jetzt am 7. August startet. Martin Jüstel Aufstehen: Jeden Tag um Viertel nach Drei, da brauch ich keinen Wecker mehr. Beckenbauer: Hab ihn mal mit „Herr Präsident“ angesprochen, da wollte er mich „untern Tischladen hauen“. Chronik: Ein Buch über den FC Bayern werd ich nicht schreiben, obwohl ich schon ein paar Geschichten auf Lager hätt. Dienstältester beim FCB bin ich. 39 Jahre bin ich dabei. Ich sag immer ich wär 58, man muss die Zahl dann nur umdrehen. Einstellungsgespräch: „Wenn ihr keinen findet, mach’s halt ich“, sagte ich – und kurz drauf hatte ich den Job. Familie: Früher waren wir eine, jetzt sind wir eine richtige Firma: zur Zeit 150 Angestellte. Als ich anfing, waren wir sechs. Gerd Müller war der beste Stürmer, den ich je gesehen hab. Der stand immer zur richtigen Zeit am richtigen Fleck. Handball hab ich früher in der Schule sehr gerne gespielt, aber dann wurde ich Sportinvalide. Invalide: Ich hab mir im Krieg einen Lungendurchschuss und einen Granatsplitter eingefangen. Jürgen Wegmann wollte mal eine besonders enge Hose, weil er bei Gegenwind nicht an Geschwindigkeit verlieren wollte. Klassik höre ich lieber als Hip Hop. Durch meine Enkel kenne ich Sachen, die ich in meinem Alter gar nicht mehr kennen muss. Lucio: Es tut mir sehr leid, dass er weg ist. Ich habe ihn als wirklich netten und sehr gläubigen Menschen kennengelernt. Missgeschick: Heiligabend 1970 – der vierte Tag in meinem neuen Job, und gleich stand der Keller unter Wasser... Nationaltheater: Das besuche ich gerne, aber es muss nicht unbedingt Wagner sein. Opa: Sogar Uropa. Meine Enkeltochter hat zwei Kinder. Wir haben glücklicherweise ein sehr gutes Verhältnis. Paul Breitner ist einer der wenigen Menschen, die wirklich grad heraus sind. Quatschkopf in diesem Team ist eindeutig der Franck Ribéry... Ribéry: Schätzungsweise war er auch schon vor seiner Fußballerkarriere ein rechter Lausbub. Sprachtalent: Ich musste für Manager Robert Schwan immer die französische und englische Post übersetzen. Träume: Um ehrlich zu sein, mit 85 hat meine keine großartigen Träume mehr. Uli Hoeneß: Versteh mich sehr gut mit ihm, aber man sieht ihn halt immer seltener, weil er so beschäftigt ist. Van Gaal: Konnte ihn 15 Minuten kennenlernen. Er erwartet den selben Einsatz von mir wie seine Vorgänger. Wäsche waschen, Trikots beflocken und herrichten, das ist mein täglich Brot. X-beliebiger Spieler, dessen Trikot ich nochmal beflocken möchte: Mehmet Scholl – ein Super- Typ. Yuhuu! Als Katsche Schwarzenbeck 1974 gegen Atlético Madrid draufhielt und den Ausgleich schoss, das war der Wahnsinn. Zweiundzwanzig: Ich denke, der 22. Titel ist dieses Jahr fällig!

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