Bohlen? Der ist gar nicht so hart...

Nina Eichinger

ein Millionenpublikum: in der Jury von „Deutschland sucht den Superstar“. An der Seite von Dieter Bohlen castet sie in der sechsten Staffel der Hit-Sendung die Sangestalente Deutschlands. Dabei sagt sie selbst von sich: „Ich kann nicht unterscheiden, wer das hohe C trifft.“ Ihre Stärken liegen woanders: „Ich weiß, was der junge Verbraucher mag, und ich erkenne, wessen Stimme besonders ist.“ Auch Anekdoten bringt die 27-Jährige aus der Maxvorstadt mit in die Sendung: „Ich hab schon viele Stars interviewt – Bushido hat mich besonders überrascht, der kam mit Wollkniestrümpfen.“ In den Castings hat sie große Stimmen gehört, aber auch wenig talentierte Bewerber: „Das ist schlimm – man bemüht sich nicht zu lachen und setzt sein Fremdschämgesicht auf“, sagt sie. Einen Favoriten hat sie noch nicht: „Ich fände es aber cool, wenn mal wieder eine Frau gewinnt – aus reinem Feminismus.“ Wenn dann ein neuer Superstar gefunden ist, hat die Münchnerin, die Journalismus und Umweltwissenschaften studiert hat, Zeit für ihren guten Vorsatz: „Ich möchte mich stärker für den Umweltschutz engagieren.“ Maren Heußler Alexander Klaws: Von den bisherigen Superstar-Gewinnern habe ich am meisten von Mark Medlock mitbekommen, aber alle haben es definitiv verdient gehabt. Berlin: Als Münchnerin hat man die gesunde Selbstsicherheit, dass es an der Isar am schönsten ist, ich will nie wegziehen. Aber Berlin ist halt die einzige internationale Metropole Deutschlands. Da bekommt man auch nachts um drei Uhr noch was zu Essen. Chaos: Obwohl ich eigentlich eine sehr pingelige Person bin, ziehe ich das Chaos an. Mein Kalender ist penibel in verschiedenen Farben markiert – Termine rot, Grün für Sport, Lila für Freizeit – aber dann verplan ich es doch. Dieter Bohlen: Ein sehr ehrlicher Mensch mit viel Erfahrung, der nicht so hart ist, wie er dargestellt wird. Er pufft dir in die Seite und knallt dir Kritik ehrlich vor dem Latz – aber das hat auch was Positives. Eitelkeit: Privat bin ich überhaupt nicht eitel. Geh in Schlafanzughose oder ungeschminkt raus. Familienfeste: Laufen bei uns immer gleich ab. Weihnachten heißt es, dass die Familie sich nichts schenkt – und niemand hält es ein. Jedes Jahr kann niemand den Text der Weihnachtslieder und wir müssen ihn ausdrucken. Große Liebe: Merkt man erst nach einer gewissen Zeit. Ich glaube Menschen nicht, die nach einem halben Jahr sagen: „Ich liebe Dich“. Große Liebe ist etwas, was wächst. Ich bin mal gespannt, ob ich sie schon habe. Hurra! Berge, Sonne, frei haben. Dieses Gipfel- und Freiheitsgefühl entlockt mir oft einen Juchzer. I-Pod-Playlist: Wahnsinnig gemischt: Sido, Buschido, Charts, sehr viel Jazz, paar klassische Lieder, „Bleeding Love“ von Leona Lewis – liebe ich... Zum Joggen gerne „Umbrella“ von Rihanna. Jugend: Noch nicht abgeschlossen. Selbst denkt man sich ja ständig: So anders als mit 19 bin ich jetzt auch nicht. Kränken: Lässt sich bei DSDS nicht vermeiden – man enttäuscht Leute, die einen Traum haben. Man versucht, nicht gemein zu sein – auch ein Dieter Bohlen versucht das. Aber bei manchenmuss man schon direkter sein, weil sie das Urteil sonst nicht akzeptieren. Lampenfieber: Ich moderiere ja bei MTV auch live, aber bei „DSDS“ hat man so viele Zuschauer dabei, die Stimmung im Nacken – und man muss spontan reagieren. Rezept: Augen zu und durch. Max von Thun: Ich fand ihn sehr nett, sehr lustig. Schade, dass er nicht mehr in der Jury ist. Ich glaube das Problem war, dass Max und ich uns zu ähnlich waren. Nacktaufnahmen: Hab ich einmal gemacht für PETA – aber wir hatten ein Bodypainting, ich war ein Zebra. Tolle Kampagne: „Wildtiere gehören in Freiheit“. Ohne... Tiere könnte ich nicht leben. Mein Ausgleich zur Arbeit sind Tipsy, und mein Pferd. Ich hab schon als Kind nie mit Puppen gespielt, sondern nur mit Kuscheltieren. Papa: Er war dafür, dass ich in die Medien gehe, weil er dort meine Talente sieht. Natürlich hat man in dem Geschäft eher einen Fuß in der Tür, wenn der Vater Bernd Eichinger ist, aber nur wegen des Namens stellt dich niemand ein. Quotendruck: Den überlasse ich den Produzenten. Diese Massen an Zuschauern sind schwer vorstellbar. Regenwald: Habe Ökologie im australischen Regenwald studiert – Umweltschutz liegt mir sehr am Herzen. Schickeria: Ich war nie ein P1-Häschen. Das ist nicht so meine Welt, da mach ich lieber einen schönen Spieleabend. Trendsetter: Wenige Trendsetter wollen Trendsetter sein. Trendsetter sind Leute, die sich selbst treu bleiben. Hoffe, mir gelingt das. Mein Stil ist so Hippie-sportlich. Unheimlich: Ich reagier bei Horrorfilmen immer auf die unwahrscheinlichsten Ängste: Bären, Haie – alles gut, aber ein verrückter Clown, der Kinder tötet? Brrr... Vorsätze: Mehr Sport treiben. Ein Umweltprojekt starten. Bessere Zeiteinteilung. Wichtig ist mir vor allem meine Familie. Ich bin sehr eng mit meinen Eltern und Großeltern. Und für meine Zukunft bin ich mir in einem Punkt ganz sicher: Ich will unbedingt mehrere Kinder haben. Xxs: Würde ich gerne reinpassen, wird aber nicht passieren. Man darf nicht in einen Schlankheitswahn verfallen. Yellow Press: Jeder von uns steckt gern ein bisschen die Nase in anderer Leute Angelegenheiten. Ich les das ab und zu sehr gern – man darf es nur nicht zu ernst nehmen. Zögern: Wohne jetzt eineinhalb Jahre in meiner WG in der Maxvorstadt und hab immer noch keinen Teppich. Ich hinterfrage immer alles tausend Mal und kann mich schwer entscheiden. Das will ich an mir ändern.

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