U3 lahmgelegt

Der U-xit

Sackgasse Scheidplatz: Hier ist ab dem 31. Oktober für viele U-Bahn-Nutzer Endstation. Doch Mitarbeiter der MVG werden vor Ort auf alternative Wege in die Innenstadt hinweisen.

Mega-Baustelle: Die U3 fährt 22 Wochen nicht vom Norden in die City – das sind die Alternativen.

Zwei Kilometer Baustelle im Tunnelabschnitt der U3, eine 22-wöchige Vollsperrung der Station Bonner Platz. „So etwas hatten wir auch noch nicht“, gesteht MVG-Sprecher Matthias Korte. Doch eine Alternative gibt es nicht – die zweitälteste U-Bahn-Strecke Münchens von 1972 muss dringend rundum erneuert werden – Schienen, Schotter, Signalanlagen. Deswegen verkehrt die U3 ab Montag, 31. Oktober, bis zum 21. März nicht zwischen Scheidplatz und der Münchner Freiheit. Unter anderem dient der Bahnsteig am Bonner Platz als Lager von Baumaterialien. Verschiedene Fraktionen im Stadtrat hatten beantragt, die Mega-Baustelle in die Sommermonate zu verschieben. Das ist laut MVG nicht möglich. „Unsere Bus-Kapazitäten für den Schienenersatz-Verkehr brauchen wir dann für die witterungsbedingt nur dann möglichen Tram-Großbaustellen. Außerdem finden im Sommer Großveranstaltungen im Olympiapark statt, die bei einer U3-Sperrung nur schwer zu bewältigen wären.“ Deswegen kommt jetzt der U-xit. Dabei ändert sich für die Linienführung der U3 zwischen der südlichen Endstation Fürstenried-West und der Münchner Freiheit nichts. Damit der Norden aber nicht völlig von der Innenstadt abgehängt ist, hat sich die MVG einige Maßnahmen einfallen lassen.

– Zwischen dem Scheidplatz und der Münchner Freiheit pendeln im dichten Takt Busse, um Schienenersatz-Verkehr (SEV) zu gewährleisten.

– Damit die Moosacher zu den Hauptverkehrszeiten alle fünf Minuten auf der U1-Linie ins Zentrum (Hauptbahnhof, Sendlinger Tor) kommen, wird die U7, die sonst nur bis zum Westfriedhof fährt, bis zum Olympia-Einkaufszentrum verlängert.

– Die U3 nördlich des Scheidplatzes wird während der Bauarbeiten in U8 umbenannt, „damit es keine Verwechslungen gibt“, so Korte. Diese neue U8 fährt von Moosach bis zum Scheidplatz – und zu den Hauptverkehrszeiten sogar weiter bis zum Sendlinger Tor.

– Die eigentliche U8, eine nur an Samstagen eingesetzte Verstärkerlinie, fährt normalerweise vom Hauptbahnhof zum Olympia-Zentrum. Während der Bauarbeiten wird sie bis Moosach verlängert.

– Rund 35 MVG-Mitarbeiter werden laut Korte täglich an den Gleisen am Scheidplatz und an der Münchner Freiheit vor Ort sein, um den Fahrgästen Auskunft zu geben. „Außerdem gibt es geklebte Fußabdrücke, die zu den SEV-Bussen führen“, erklärt Korte. Maren Kowitz

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