Jetzt wird es ernst – und eng!

Bauarbeiten für die zweite Stammstrecke am Marienhof schränken ein

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Die Sparkassenstraße, seit 2016 die wesentliche Nord-Süd-Fahrradroute in der City, wird von Anfang März bis Ende August für Radfahrer gesperrt sein.

Jetzt schon rollen Bagger am Marienhof. Anfang März starten dann die Bauarbeiten für die Zweite Stammstrecke.

Es wird ernst – und eng. Radler und Fußgänger werden in den kommenden Jahren rund um den Marienhof Umwege in Kauf nehmen müssen. Wegen der Bauarbeiten und der Vorbereitungsmaßnahmen für den Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke werden einige Straßen aufgerissen, Leitungen verlegt und provisorische Wege angelegt.

In der ersten Bauphase von Anfang März bis Juli sollen in der Schrammer- und Dienerstraße provisorische Geh- und Fahrbahnen geschaffen werden. Zudem werden Fernwärme- und Fernkälteleitungen sowie Wasser-, Strom- und Gasleitungen verlegt werden. Betroffen sind die Wein-, Maffei-, Theatiner-, Schrammer-, Residenz- und Dienerstraße sowie der Hofgraben. In der zweiten Bauphase von Juli bis Ende März 2018 werden umfangreiche Kanalbauarbeiten in der Wein-, Residenz- und Schrammerstraße hinzukommen. Wegen der Verlegearbeiten werden die Radfahrer die Sparkassenstraße von Anfang März bis Ende August 2017 nicht nutzen können. Für den Radverkehr soll daher eine Alternativroute über die Residenzstraße und eine Behelfsfahrbahn in der Dienerstraße zum Marienplatz festgelegt werden.

Den Grünen im zuständigen Bezirksausschuss Altstadt-Lehel missfällt die geplante Sperrung der Sparkassenstraße und damit der Nord-Süd-Route für Radfahrer. Philippe Louis forderte in der jüngsten Sitzung, „das Radfahren am Marienplatz bei Hugendubel in der Zeit wieder zu erlauben“. Es sei ein Armutszeugnis, wenn die Radfahrer in einer Stadt, die sich Radlhauptstadt nenne, immer wieder absteigen müssten. Der Vertreter der Polizei riet aber davon ab, weil die Stelle zu eng sei.
Daniela Bode

Mehr Info zu Mega-Projekt
In den kommenden Tagen soll am Marienhof ein Info­pavillon an der Ecke Landschafts- und Dienerstraße aufgestellt werden. Darin werden sich die Bürger über das Mammutprojekt informieren können. Der Pavillon soll dort stehenbleiben, bis 2026 das gesamte Projekt abgeschlossen sein soll. Eine Tour durch die betroffenen Viertel macht dagegen der Info-Bauwagen der Deutschen Bahn bis Ende Februar. Am Donnerstag, 26. Januar, von 16 bis 20 Uhr ist er am Hauptbahnhof an der Schützenstraße. Weitere Termine sind unter www.2.stammstrecke-­muenchen.de nachzulesen.

Drei Platanen müssen weichen
Sie sorgen für ein wenig Grün am Marienhof. Doch die drei Platanen an der Schrammerstraße/Ecke Residenzstraße müssen dem 2018 entstehenden Fluchttreppenhaus des S-Bahnhofes weichen. Der Bezirksausschuss konnte sie nicht retten, obwohl er immer wieder deren Erhalt gefordert hat. Wegen der Bauarbeiten müssen sie entfernt werden. Die Stadt hat aber die Bahn gebeten, zu prüfen, ob sie versetzt werden können.

Parkplätze fallen begrenzt weg
Stellplätze in der Schrammerstraße und Dienerstraße werden wegfallen müssen – wenn die Bauarbeiter dort die Fahrbahn aufreißen. Doch der Autoverkehr soll aufrecht erhalten werden. Ein generelles Parkverbot im gesamten Gebiet während der auf acht Jahre angelegten Bauzeit – wie es Grünen-Stadtrat Herbert Danner im Planungsausschuss forderte – lehnen CSU und SPD jedoch rigoros ab. „Dann wird es ein riesiges Verkehrschaos geben“, befürchtet Danner.

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