17 Parkplätze temporär umwandeln

Altstadt: Zukunftsideen fürs Hackenviertel - Studentinnen planen Aktion im August

Ein Brunnen und zwei Bäume gibt es zwar schon,  ansonsten aber: wenig grün und viele Parkplätze. Ein Aktionswochenende im August soll helfen.
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Ein Brunnen und zwei Bäume gibt es zwar schon, ansonsten aber: wenig grün und viele Parkplätze. Ein Aktionswochenende im August soll helfen.
  • Kassandra Fischer
    VonKassandra Fischer
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Aufenthaltsqualität sehen die beiden Studentinnen Lara Nixel und Theresa Thanner an der Brunnstraße derzeit wenig. Ein Aktionswochenende im August soll helfen und den Bereich in einen attraktiven Platz im Hackenviertel verwandeln.

  • Anwohner sollen einen grünen Platz im Hackenviertel bekommen.
  • Zwei Studentinnen planen dort eine Aktion im August.
  • Rollrasen, mobile Bäume und Sitzgelegenheiten sind denkbar.

ALTSTADT - „Das Hackenviertel ist stark in Vergessenheit geraten – dabei ist es eigentlich original München“, bedauern Lara Nixel (26) und Theresa Thanner (25), beide Architekturstudentinnen an der TU München. Unter der Devise „weniger Autos, mehr Grün“, wollen sie an der Brunnstraße einen Ort zum Verweilen schaffen. Zumindest temporär.

Anwohner sollen grünen Platz bekommen: Zwei Studentinnen planen eine Aktion im August

Im Rahmen ihrer Masterarbeit haben sie die Gegend unter die Lupe genommen und festgestellt, dass es im Viertel keinen zentralen Aufenthaltsplatz gibt. „Das Sankt-Anna-Kloster war der Ursprung des Hackenviertels. Doch der wunderschöne Klosterhof ist im Krieg zerstört worden“, erklären sie. Grüne Bereiche finde man nur noch in privaten Hinterhöfen, sie seien somit nicht öffentlich zugänglich. „Stattdessen gibt es viel Verkehr, viele Parkplätze und viel Leerstand.“

Lara Nixel und Theresa Thanner (rechts), beide Architekturstudentinnen an der TU München.

Altstadt: Zukunftsideen fürs Hackenviertel

Im August wollen sie eine zweitägige Intervention veranstalten. Der Platz an der Brunnstraße biete sich dafür an, zwei Bäume und einen Brunnen gibt es dort bereits. „Durch geringe Eingriffe könnte man hier einen tollen Ort für Anwohner und Besucher kreieren.“ Bei der Aktion sollen 17 Parkplätze am Ort durch Rollrasen ersetzt werden. Auch mobile Bäume, Pflanzenkübel sowie Sitzgelegenheiten sind denkbar. Zudem planen sie per Infotafeln über die Geschichte des Ortes zu informieren. Für das weitere Programm wollen die beiden Münchnerinnen aber noch auf die Anwohner zugehen und deren Wünsche und Anregungen berücksichtigen. Den Bezirksausschuss haben sie von ihrer Vision bereits überzeugt, jetzt fehlt bloß noch die Genehmigung des KVRs. Und dann müssen sie Sponsoren finden. Sollte ihre Intervention letztlich nicht umsetzbar sein, steht für die beiden fest: Aufgeben kommt nicht in Frage. „Wir erarbeiten trotzdem eine Zukunftsvorstellung für die Stadt – so wie sich die Bewohner den Platz in der Zukunft vorstellen.“

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