Nächtliches Alkoholverbot

Am Hauptbahnhof ist Alkohol bald tabu!

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Am Hauptbahnhof mit einer Flasche Bier herumlümmeln – das ist in München ab sofort nachts verboten.

Das nächtliche Alkoholverbot am Münchner Hauptbahnhof wird umgesetzt und soll  konsequent durchgesetzt werden.

Von 22 bis 6 Uhr soll am Hauptbahnhof das Mitführen und der Verzehr von Alkohol im öffentlichen Raum und rund um das Bahnhofsgebäude verboten werden. In die Regelung miteinbezogen sind auch die umschließenden Straßen und die Paul-Heyse-Unterführung.

Eigentlich sollte die Regelung schon in Kraft getreten sein, es gab aber eine Verzögerung wegen einer Panne der Stadt München

Sobald die Verordnung gilt, sind sind Verstöße eine Ordnungswidrigkeit und werden mit einer Geldbuße in mittlerer zweistelliger Höhe geahndet.

Bei mehrmaligen Verstößen spricht das Kreisverwaltungsreferat ein Aufenthaltsverbot aus. Das gilt auch für Personen, die durch alkoholbedingte Ausfallerscheinungen Passanten, Anwohner oder Geschäftsleute belästigen. „Wir werden dabei mit der gebotenen Konsequenz, aber auch dem notwendigen Augenmaß vorgehen und alles dafür tun, dass die Münchner ihren Hauptbahnhof weiterhin sicher benutzen können“, erklärt Polizeipräsident Hubertus Andrä.

Die Deutsche Bahn behält es sich außerdem vor, Störern einen Hausverweis und im Wiederholungsfall ein Hausverbot auszusprechen. Wer sich nicht daran hält, dem droht eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch.

Die Einhaltung der neuen Regelung kontrollieren die Polizei und Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn. Unbeanstandet bleiben alkoholische Getränke, die verschlossen zum Beispiel vom Einkauf nach Hause transportiert werden. Auch gastronomische Betriebe und Geschäfte im Bahnhofsgebäude sind vom Verbot ausgenommen, dort gilt die Hausordnung der jeweiligen Pächter.

Das nächtliche Alkoholverbot ist Teil eines Maßnahmenpakets zur Verbesserung der Situation am Hauptbahnhof.

Im Herbst vergangenen Jahres hatten Anwohner, Geschäftsleute und Politiker Alarm geschlagen, dass sich das Bahnhofsviertel immer mehr zu einem Brennpunkt entwickeln würde (Hallo berichtete). Sie beklagten, dass unter anderem Kriminalität, Drogenkonsum, Prostitution und offensive Bettelei immer mehr zunehmen würden.

Um Verdrängungseffekte der Alkohol- und Drogenszene zu vermeiden soll die Aufenthaltsqualität im nahen Alten Botanischen Garten erhöht werden. Geplant sind ein Ausdünnen des Unterholzes, ein Umbau der Sitzgelegenheiten und eine bessere Beleuchtung.

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