Beschluss vor Ende der Sommerferien

Maskenpflicht für Schulen in Bayern: Keine Masken mehr im Unterricht, aber weiterhin auf dem Schulgelände

In Bayern gilt eine Maskenpflicht an Schulen. Diese könnte bei steigenden Corona-Zahlen auch für Grundschüler gelten.
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Die Maskenpflicht im Unterricht in Bayern wird nicht verlängert.

Die Maskenpflicht im Unterricht in Bayern wird nicht verlängert - auf dem Schulgelände gilt sie jedoch weiterhin für Schüler und Lehrer.

  • Die Maskenpflicht im Unterricht in Bayern wird nicht verlängert.
  • Auf dem Schulgelände müssen Schüler und Lehrer weiterhin Masken tragen.
  • Trotz Corona-Fällen an Schulen spricht Kultusminister Piazolo von einem gelungenen Start.

Maskenpflicht im Unterricht in Bayern wird nicht verlängert

Update: 18. September 2020

Die Maskenpflicht für alle bayerischen Schüler im Unterricht ab der fünften Jahrgangsstufe läuft wie geplant mit dem heutigen Freitag aus. „Die neun Tage einer besonderen Maskenpflicht (..) waren sinnvoll“, bilanzierte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München. Nach nunmehr knapp zwei Wochen Unterricht sei die Gefahr durch Reiserückkehrer nicht mehr im gleichen Maße gegeben wie direkt zu Schuljahresbeginn. Daher sei eine generelle Pflicht zum Tragen einer Maske ab kommender Woche nicht mehr nötig. Sie kann jedoch, abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort, jederzeit lokal wieder angeordnet werden und es kann zu Schulschließungen kommen

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Update: 15. September 2020

Eine Verlängerung der Maskenpflicht im Unterricht an Bayerns Schulen ist nach den Worten von Kultusminister Michael Piazolo derzeit nicht geplant. Der Freie-Wähler-Politiker betonte, die Maskenpflicht sei natürlich für alle in den Schulen eine „Zumutung“. Ohne einen neuen Beschluss laufe die Maskenpflicht damit Ende der Woche aus. Dieser sei derzeit auch nicht geplant, sagte Piazolo am Dienstag im Presseclub in München.

Noch bis Ende der Woche gilt an den Schulen in Bayern eine Maskenpflicht im Unterricht und auf dem gesamten Schulgelände. Ausgenommen im Unterricht sind davon nur Grundschulen. Hier muss, wie auch an allen anderen Schulen, aber auf dem kompletten Schulgelände Masken getragen werden. Die Maskenpflicht auf dem Schulhof und im Gebäude ist zeitlich nicht befristet.

Trotz diverser Corona-Fälle in Bayerns Schulen nach den Sommerferien ist Piazolo insgesamt mit dem Start des neuen Schuljahrs zufrieden:

Die Schulen konnten gut ins neue Schuljahr mit einem Regelbetrieb unter Hygieneauflagen starten. Die erste Bilanz fällt positiv aus.

Michael Piazolo

Dass es in der aktuellen Pandemie auch Infektionen bei Lehrern und Schülern gebe, „war erwartbar zum Schuljahr“.

Aktuell seien in Bayern 5 Schulen und 22 Klassen von Quarantäne-Maßnahmen betroffen, sagte Piazolo. Bei 37 der rund 150 000 Lehrer im Land gebe es derzeit einen positiven Corona-Nachweis. Daher seien die Gesundheitsämter und Schulen vor Ort weiter
gefordert, mit Flexibilität und Pragmatismus auf das sich verändernde Infektionsgeschehen zu reagieren. „Das ist eine große Aufgabe auf die sich die Schulfamilie gut vorbereitet hat.“

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Corona in Bayern - Grundschülern droht Maskenpflicht im Unterricht 

Update: 01. September 2020: Auch Grundschülern in Bayern droht eine Maskenpflicht im Unterricht. Wenn die Corona-Zahlen in einer Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche überschreiten, „gäbe es im Präsenzunterricht eine Maskenpflicht für alle, auch für Grundschüler“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag nach einer Sitzung der bayerischen Staatsregierung in München. In diesem Fall würden die Klassen auch in einem Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Home-Schooling übergehen. 

Bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner soll an allen weiterführenden Schulen wieder eine Maskenpflicht im Unterricht eingeführt werden - außer die betroffenen Schulen könnten aufgrund der Räumlichkeiten den Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schülern sicherstellen.

Der Ministerrat in Bayern hatte zuvor beschlossen, dass nach den Schulferien an den ersten neun Schultagen alle Lehrer und Schüler an den weiterführenden Schulen eine Maske im Unterricht tragen müssen. Darüber hinaus gilt an Bayerns Schulen eine Maskenpflicht in den Gebäuden und überall dort, wo der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. 

Corona in Bayern: Maskenpflicht an Schulen - Schüler für mindestens neun Tage mit Maske im Unterricht

Update: 13.26 Uhr:

Wenn Schüler in Bayern nach dem Ende der Sommerferien in die Schule gehen, müssen sie eine Maske im Unterricht tragen.  Die Maskenpflicht gilt zunächst für neun Tage. Dies teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach Beratungen mit Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern in München mit.

Neben der Maskenpflicht im Nahverkehr, auf dem Schulweg, auf den Gängen, Toiletten und dem Pausenhof, gelte die Maskenpflicht für alle Schularten und Altersgruppen auch im UnterrichtGrundschüler seien von der Maskenpflicht im Unterricht jedoch ausgenommen.

Die Maskenpflicht zum Auftakt des Schuljahres ist Teil des Hygienekonzeptes, mit dem der Regelbetrieb an den Schulen auch in der Pandemie aufrecht erhalten werden soll. Dazu gehört, dass zur Minimierung der Ansteckungsrisiken zudem in den Gebäuden und überall dort, wo kein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, eine Pflicht zum Tragen des Mund-Nase-Schutzes gibt.

Sollte in einer Region auch nach den neun Tagen hohe Fallzahlen geben, kann die Maskenpflicht im Unterricht auch regional begrenzt verlängert werden oder neu verhängt werden. Ziel sei es, den Regelunterricht auch in der Krise bestmöglich aufrecht zu erhalten. „Wir wollen wieder Schule haben in Bayern“, sagte Söder.

Formell wird Bayern sein Schulkonzept in der Kabinettssitzung am Dienstag beschließen. Da an dem Bildungsgipfel in der Staatskanzlei auch Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) teilgenommen hatte, ist die Zustimmung in der Koalition sicher.

Corona: Masken in Schulen - Bayern führt befristete Maskenpflicht im Unterricht ein

Update: 13. 07 Uhr:

Nach dem Ende der Sommerferien gilt an Bayerns Schulen zunächst für neun Schultage eine Maskenpflicht für alle Schüler im Unterricht. Ausgenommen bleiben Grundschüler und Lehrer, teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach Beratungen mit Eltern-, Lehrern- und Schülervertretern in der Staatskanzlei in München mit.

Maskenpflicht im Unterricht? Söder berät über Corona-Konzept für Schulen

Erstmeldung: 31. August, 11.16 Uhr

Die Sommerferien in Bayern enden am 07. September und bis jetzt gibt es noch kein Konzept, wie der Unterricht in der Corona-Krise sichergestellt werden kann. Aus diesem Grund trifft sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zusammen mit Kultusminister Michael Piazolo (FW) einen Tag vor der Kabinettssitzung mit Eltern, Lehrern, Schülern und Verbänden. Im Mittelpunkt der Gespräche dürfte die Frage stehen, ob und wo in den Schulen Masken getragen werden muss und welche sonstigen Hygieneauflagen den Regelbetrieb mit Präsenzunterricht sichern sollen.

Corona in Bayern: Söder berät über Maskenpflicht in Schulen

Ministerpräsident Söder hatte eine Maskenpflicht wegen Corona im Unterricht nach dem Vorbild in Nordreihn-Westphalen als interessanten Ansatz bezeichnet, eine abschließende Meinung, ob die Praxis auch in Bayern eingesetzt werde aber vermieden.

In Nordrhein-Westfalen war die Maskenpflicht im Unterricht aber nicht unumstritten. Final beschließen wird Bayern das Schulkonzept in einer Sitzung des Ministerrates am Dienstag (01. September) in München.

In Bayern gilt bisher wegen der Pandemie eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Orten, an denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Verstöße gegen diese Corona-Regel werden mit 250 Euro und 500 Euro im Wiederholungsfall geahndet. Eine Maskenpflicht in den Schulgebäuden außerhalb des Unterrichts und in den Schulbussen gilt als weitgehend sicher. Offen ist aber etwa auch noch, welche Vorschriften es für Lehrer geben wird.

Kommt die Maskenpicht für die Schule? Ministerpräsident Söder berät vor Kabinettssitzung über Hygiene-Konzept.

Schulen in der Corona-Krise - Bayern setzt auf Masken

Wichtige Fragen für den Schulbetrieb in der Pandemie betreffen aber auch den Umgang mit steigenden Infektionszahlen und dadurch möglicherweise notwendigen Schulschließungen samt des dann notwendigen Unterrichts von zu Hause. 

Die aktuellen Corona-Fälle in München - Die Zahlen der Infektionen, Genesungen und Todesfälle im Überblick.

Bayern setzt zur Prävention der Infektion neben Masken insbesondere auf eine umfangreiche Teststrategie, diese soll durch frühzeitige Befunde ausdrücklich auch Mitarbeiter an Schulen, Schüler und ihre Familien vor einer unbemerkten Ansteckung mit Corona schützen.

Ein Corona-Test in Bayern ist bis zum 1. Oktober kostenlos - Wo man sich in München auf Corona testen lassen kann.

Lehrerverbände fordert Corona-Maßnahmen für Sicherheit von Schülern und Lehrern vor Corona

Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) spricht sich für Präsenzunterricht mit entsprechenden Schutz für Schüler und Lehrer vor Corona aus. Es müssten alle Möglichkeiten ergriffen werden, um einen sicheren Schulalltag zu gewährleisten.

Die Maskenpflicht sei dabei nur ein Baustein im Maßnahmenkatalog. Neben ihr müssten auch an anderer Stelle die Anstrengungen erhöht werden wie zum Beispiel bei Plexiglaswänden, Luftreinigungsanlagen, Einzeltischen oder automatischen Desinfektionsmittelspendern

„Das Tragen von Masken im Unterricht erschwert bzw. verhindert in vielen Lehr- und Lernsituationen das pädagogische Arbeiten. Es kann daher nur eine regional und zeitlich begrenzte Maßnahme darstellen und muss, gemeinsam mit allen Maßnahmen des Hygieneplans, permanent auf den Prüfstand gestellt werden“, so die Vorsitzenden der Lehrerverbände

Die abl möchte den Schülerinnen und Schülern Unterricht unter den bestmöglichen Bedingungen anbieten und befürwortet deshalb ein abgestuftes Vorgehen, bei dem die verschiedenen Schutzmaßnahmen regelmäßig überprüft und an das regionale Infektionsgeschehen anpasst werden. 

Die Präsidentin der abl, Walburga Krefting, betont: „Gerade in Grund-, Mittel- und Förderschulen sind durch den Personalmangel noch engere Grenzen gesetzt, daher müssen hier zusätzliche Anstrengungen unternommen werden, um vernünftig in das neue Schuljahr zu kommen und besonders den Erstklässlern einen guten Start zu ermöglichen“. 

Die Schulfamilie benötige gerade in dieser Zeit verlässliche Strukturen, funktionierende Mechanismen und eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten, um hochwertigen Unterricht unter Corona zu ermöglichen, so die Vorsitzenden der abl-Verbände, Jürgen Böhm (brlv), Pankraz Männlein (VLB) und Michael Schwägerl (bpv) und Walburga Krefting (KEG).

dpa/lby/jh

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