„Ständig steht hier das Wasser“

Ein Neubiberger moniert große Pfütze zwischen Wotanstraße und den Schulen

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Bei nassem Wetter ist der kleine Gehweg zwischen der Wotanstraße und den beiden Schulen meist überflutet. Grund ist das fehlende Gefälle zum nächsten Gulli (auf Höhe des silbernen VW-Busses). Laut dem Anwohner Matthäus Stein-Kirzl wäre die Errichtung einer Rinne (pinker Pfeil) eine sinnvolle Lösung der Problematik.

Vor rund 20 Jahren wurde die Wotanstraße in Neubiberg saniert — das berichtet der Neubiberger Bürger Matthäus Stein-Kirzl, der in unmittelbarer Nähe zu besagter Straße wohnt. „Bei der Sanierung haben sie allerdings einen Fehler gemacht“, findet der Anwohner. 

„Das Gefälle fehlt!“ Im Mittelpunkt seines Ärgers ist der kleine Gehweg, der die Wotanstraße mit den Wegen zu den beiden Schulen, Realschule und Gymnasium, verbindet. „Ständig steht der unter Wasser“ moniert Stein-Kirzl. „Die Schüler müssen oft durch Zentimeter-hohes Wasser waten!“ Das Problem sieht der Rentner in der Bauweise der Straße. Der Weg werde in Richtung Gulli höher statt tiefer. Das Wasser müsste über die Erhöhung drüber fließen. „Was es natürlich nicht tut!“ Deswegen staue sich die Flüssigkeit auf dem Gehweg — tiefe, große Pfützen entstünden. „Besonders schlimm ist es natürlich nach Regenfällen“, erklärt Stein-Kirzl. Aber auch bei trockenem Wetter werde der Weg selten komplett trocken. Sein Lösungsvorschlag: eine überirdische Rinne (Foto Pfeil). „Mit einer Flex müsste man ein Stück des Asphalts entfernen“, erklärt der Rentner seinen Plan. Tief müsse der Schnitt sein. „Dann muss man es nur noch abdichten, und eine Art Rinne entsteht, in der das Wasser zum Gulli fließen kann“ — eine schnelle und billige Lösung, wie Stein-Kirzl findet. Günstig seiner Meinung nach deswegen, weil die Gemeinde die Arbeiten selbst durchführen könnte. „Die vom Bauhof fahren dort doch eh ständig vorbei, um zu Räumen oder Mülleimer zu leeren“, sagt der Neubiberger. Der Bauhof habe die notwendigen Fahrzeuge, Gerätschaften und Mitarbeiter, um die Rinne zu errichten. „Das wären zwei Stunden Arbeit und vielleicht 200 Euro an Kosten“, schätzt Stein-Kirzl.

Seine Idee habe er bereits dem Neubiberger Bürgermeister Günter Heyland sowie den Gemeinderäten Michael Jäger und Hartmut Lilge unterbreitet. „Aber so wirklich interessiert das hier niemanden“, ärgert er sich.

Rathauschef Heyland bestätigt auf HALLO-Anfrage, dass Herr Stein-Kirzl ihn persönlich vor Ort auf das Thema angesprochen habe. „Zu diesem Zeitpunkt war allerdings keine Pfütze vorhanden. Somit konnte ich mir kein Bild von der Situation machen“, erklärt der Bürgermeister weiter. Er habe daraufhin jedoch einen Mitarbeiter des Neubiberger Bauhofs gebeten die Situation vor Ort nach einem Regen in Augenschein zu nehmen. Dieser sei auch mit einer Kollegin aus dem Tiefbau vor Ort gewesen, um die beschriebene Situation beurteilen zu können. „Mit Herrn Stein-Kirzl wurde gesprochen“, so Heyland weiter. Er gibt zu: „Leider konnte bis heute noch keine bauliche Maßnahme erfolgen, die das Regenwasser wieder sachgerecht abfließen lässt.“ Allerdings weist der Bürgermeister darauf hin, „dass wir Winter haben und derzeit kaum Tiefbaumaßnahmen erfolgen können!“

Dass etwas getan werden muss, gibt er allerdings ohne Umschweife zu: „Es ist richtig, dass sich nach Stark- regenereignissen das Wasser dort staut und nicht geregelt abläuft.“ Den Grund dafür sehe er darin, dass sich durch die Absenkung der Pflastersteinfläche das Gefälle für den oberirdischen Ablauf verschoben hat. „Sicherlich wird die Gemeinde hier Abhilfe schaffen!“, sagt er. Niveau- absenkungen würden gelegentlich passieren. Kein Grund zur Sorge also. Gegebenenfalls müsse man nicht einmal eine neue oberirdische Rinne erstellen, vermutet Heyland, sondern könne das Gefälle in der bestehenden Rinne durch Ausfräsung nachbessern. „Ob dies die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs leisten könnten, kann ich nicht beurteilen.“ Normalerweise beauftrage die Gemeinde Neubiberg für Straßenausbesserungs- arbeiten eine externe Vertragsfirma. Diese werde auch eine Kosten- und Zeitschätzung abgeben. Heyland hält es jedoch für „sehr unwahrscheinlich, dass diese der prognostizierten Größenordnung von Herrn Stein-Kirzl entspricht“.

Nichtsdestotrotz könnte nach der Frostperiode die erforderliche Maßnahme sicherlich erfolgen. „Die Beschwerde von Herrn Stein-Kirzl über die lokale Presse kann die Straßenbauarbeit witterungsbedingt jedenfalls nicht beschleunigen“, so Heyland. 

tb

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