„Das Maß ist voll!“

Infoveranstaltung zu neuem Hohenbrunner Wohnprojekt

+

„Zuhause am Hölzl“ heißt das neue Wohnprojekt der Gemeinde Hohenbrunn. Um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich bereits vor dem Planungsbeginn zu informieren, ihre Fragen zu stellen, Probleme und Ängste zu äußern, lud die Gemeindeverwaltung zu einer Infoveranstaltung ein. Das Interesse war groß, rund 70 Bürger waren in die Aula der Grundschule Riemerling gekommen. Die vier wichtigsten Themenkomplexe (Bauphase, Bauplanung, Verkehr und Kinderkrippe) wurden an In

Das Interesse war groß, rund 70 Bürger waren in die Aula der Grundschule Riemerling gekommen. Die vier wichtigsten Themenkomplexe (Bauphase, Bauplanung, Verkehr und Kinderkrippe) wurden an Infoständen dargestellt und mit kompetenten Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und externen Beratern besetzt. „Wir wollen bezahlbaren Wohnraum für Hohenbrunner und Riemerlinger Bürger schaffen. Das ist das Ziel unseres Wohnbauprojektes ‚Zuhause am Hölzl‘“, so Bürgermeister Stefan Straßmair. Sozialverträglicher und bedarfsgerechter Wohnungsbau solle dafür sorgen, dass vor allem jüngeren Gemeindebürgern, jungen Familien und Senioren passende Wohnungen mit verträglichen Mieten zur Verfügung stünden. Besagtes Grundstück liegt an der Robert-Bosch-Straße in Riemerling und ist 2708 Quadratmeter groß.

Viele Fragen wurden an die Moderatoren gestellt, große Sorgen waren herauszuhören. „Das Maß ist voll, die Verkehrsbelastung ist jetzt schon unerträglich“, entrüstete sich ein Bürger. „Bevor ein neues Gebäude errichtet wird, müssen diese jetzt schon bestehenden Probleme gelöst werden!“ Die sogenannte Bannwaldstraße sei seiner Meinung nach nicht als Durchgangsstraße geplant worden, so der Bürger weiter.

Auch die zu erwartenden Lärmbelastungen durch den Bau- und Baufahrzeuglärm, aber auch durch die geplante Kinderkrippe waren heiß diskutierte Themen. Susanne Engelhardt-Volk, Leiterin der Kinderkrippe, konnte aber beruhigen: „Es werden maximal 36 Krippenplätze“, erklärt sie. Die Lärmbelastung könne man nicht mit einem Kindergarten vergleichen. „Es handelt sich um Kinder im Alter von bis zu drei Jahren, die sich zum größten Teil im Gebäude aufhalten.“ Engelhardt-Volk prophezeit: „Der Bedarf an Krippenplätzen wird in den kommenden Jahren steigen!“ Es gibt also viel zu tun, bevor es los gehen kann, viele Fragen blieben noch unbeantwortet. „Die Verkehrs- und Parkplatzsituation muss gelöst werden“, so Pauline Miller, Gemeinderätin und Vorsitzende des Bürgerforums Hohenbrunn, „der Anbringverkehr durch die geplante Kita belastet zusätzlich“, so ihre Sorge. Ein gangbares Konzept müsste zunächst entwickelt werden, das für alle akzeptabel sei. „Die Münchner Straße darf nicht für den Durchgangsverkehr geöffnet werden, auch dort brauchen wir eine gangbare Lösung“.

Es wird noch viel Arbeit für die Verantwortlichen geben, bevor — wie geplant — der Rodungsbeginn im November 2018, der Baubeginn im Februar/März 2019 und die Baufertigstellung im September 2020 bewerkstelligt werden können.

rie

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Kommentare