„Eine Sportstätte für die Zukunft!“

Hohenbrunner Gemeinderat beschließt Bau einer Turnhalle und eines Hallenbades

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„Kein Spaßbad, sondern eine Sportstätte“ soll das neue Hallenbad in Hohenbrunn werden. Die Mehrheit der Gemeinderäte entschied, dass das Sportschwimmen durch den Bau des Bads auch künftig in der Gemeinde nicht zu kurz kommen soll.

Die Hohenbrunner bekommen ihre neue Turnhalle und ihr Hallenbad. Das beschloss der Gemeinderat mit 13 zu sieben Stimmen in seiner jüngsten Sitzung. Standort soll auf dem Schulcampus an der Georginenstraße in Riemerling sein.

Was lange währt, wird endlich gut? Dies scheint jedenfalls in Hohenbrunn der Fall. Nach heftigen Diskussionen und mit viel Herzblut kam es, für viele unerwartet, doch noch vor der Sommerpause zu einer Entscheidung für den Bau einer neuen Turnhalle und eines neuen Hallenbades.

Bis dahin war es jedoch ein langer Weg. Es gab viele Fragen, anfangs zu wenig Antworten und hitzige Diskussionen innerhalb des Hohenbrunner Gremiums. Keiner hat es sich leicht gemacht, schließlich ging es um ein 21-Millionen-Euro-Projekt. So stellten auch noch kurz vor der Abstimmung einige Mitglieder ihre letzten Fragen an das anwesende Planungsteam, bevor die Gemeinderäte ihre Schlussplädoyers hielten:

Martina Kreder-Strugalla (Grüne):  „Wir haben uns bereits 2015 gegen eine Schwimmhalle mit sechs Bahnen ausgesprochen. Wir haben damals schon gemahnt, dass das alles zu groß wird und uns finanziell überfordern würde. Die Folge wäre, dass dadurch wichtige und notwendige Baumaßnahmen nicht mehr finanzierbar sind. Mein Vorschlag: Notbremse ziehen und Lösung mit einer wesentlich geringeren Belastung erarbeiten!“

Andreas Schlick (ÜWG/Freie Wähler-Bürgerforum):  „Die Zeche werden wir bezahlen. Was fällt künftig alles weg, was können wir uns künftig nicht mehr leisten? Das sind keine Magenschmerzen, sondern schon Magengeschwüre!“

Anton Fritzmaier (CSU):  „Wir bauen hier keinen Luxus! Wir bauen für die Kinder, für die Vereine, für unsere Bürger. Dass wir 21 Millionen Euro nicht aus der Portokasse bezahlen können, ist uns allen klar, aber unsere finanzielle Lage lässt es zu.“

Karlheinz Vogelsang (ÜWG/Freie Wähler-Bürgerforum):  „Mit dieser Realisierung ist die Gemeinde am Anschlag. Turnhalle auf alle Fälle — ja! Schwimmhalle auf alle Fälle — nein!“

Jimmy Schulz (FDP): „21 Millionen Euro ist schon einmalig und niemand nimmt es auf die leichte Schulter. Wir brauchen eine Vision, was wir in den nächsten 20 bis 30 Jahren in Hohenbrunn machen wollen! Schulschwimmen, schwimmen lernen — einer der Kernaufgaben der nächsten Jahre. Zudem ist der Verein Riemerlinger Haie ein Aushängeschild für Hohenbrunn beziehungsweise Riemerling. Ich werde dafür stimmen!“

Regina Wenzel (SPD):  „Die jüngsten Erfahrungen haben gezeigt, wie wichtig das Schwimmen ist. Wir sind für ein Schwimmbad mit sechs Bahnen. Natürlich sehen wir die Problematik der Finanzierung. Wir bauen hier kein Spaßbad, sondern eine Sportstätte für die Zukunft der Hohenbrunner Bürger!“

Obwohl das Gremium bis zuletzt nicht geschlossen hinter dem Projekt stand, sprach sich eine Mehrheit von 13 zu sieben Stimmen für den Bau einer Turnhalle und eines Hallenbades aus. Fritz Riegel

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