Kompatible Lösungen

Herbstversammlung der Siedler- und Eigenheimervereinigung

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Wünschen sich einen lebenswerten (Wohn-)Raum München (von links): Wolfgang Kranz, Neubibergs Bürgermeister Günter Heyland, BA-Vorsitzender Thomas Kauer, zweite Vorsitzende Janet Blume (stehend); Neubibergs zweiter Bürgermeister Volker Buck und Eigenheimer-Präsident Wolfgang Kuhn.

Wichtigstes Thema der jüngsten Herbstversammlung der Siedler- und Eigenheimervereinigung Waldperlach-Neubiberg war nicht etwa der Antrittsbesuch von Wolfgang Kuhn, seit September 2016 Präsident des Eigenheimerverbands Bayern. Im Brennpunkt standen vielmehr lokale Bauprojekte, vor allem der geplante U-Bahn-Betriebshof in Neuperlach.

Thomas Kauer, Vorsitzender des Bezirksausschusses Ramersdorf-Perlach, berichtete bei der Herbstversammlung der Siedler- und Eigenheimervereinigung Waldperlach-Neubiberg zunächst über die Rahmenplanung des Mega-Projekts U-Bahn-Betriebshof. Für seinen Nachredner, Bürgermeister Günter Heyland aus Neubiberg, war in diesem Punkt die Ausbaumöglichkeit des Schienennahverkehrs bis zur Kreuzstraße die entscheidende Frage.

Heyland ging aber auch ausführlich auf die zu erwartenden Änderungen bei der Verkehrsinfrastruktur an der Schnittstelle Waldperlach/Neubiberg ein. Die Carl-Wery-Straße sei an der Stadtgrenze zu Neubiberg schon jetzt ein Nadelöhr. Sie sei bereits an der Belastungsgrenze angelangt. Er hoffe daher auf eine „kompatible Lösung“ über die Stadtgrenze hinaus.

Die Zuhörer interessierten vor allem die Änderungen der Straßen- und Radwegführungen im Rahmenplangebiet des U-Bahn-Betriebshofs. So befürchtete ein Zuhörer, dass es bei der Rotkäppchenstraße durch die anstelle der bestehenden Schranke geplante Unterführung zu einer erhöhten Verkehrsbelastung kommen könne. Hierzu sagte Kauer, dies solle durch verkehrsbeschränkende Maßnahmen verhindert werden. Neubibergs Bürgermeister Heyland verwies darauf, dass auch die Gemeinde Neubiberg über diese Problematik entschärfende S-Bahnunterführung nachdenke.

Zur Frage, wie die Situation für Radfahrer an der Kreuzung Carl-Wery-Straße und Arnold-Sommerfeld-Straße verbessert werden könne, meinte Kauer, dass er sich dort für eine Ampellösung stark machen werde. Während Kauer auf die Frage nach der Bauzeit des U-Bahnbetriebshofs antwortete, dass sie vom Planfeststellungsverfahren abhänge und von ihm auf zwei bis zweieinhalb Jahre geschätzt werde, dämpfte Heyland die Erwartungen hinsichtlich einer schnellen Realisierung: Die Bahn sei für ihre langwierigen Verhandlungen bekannt! Zum Thema Nachverdichtung im Münchner Raum sprach der Präsident des Eigenheimerverbands Bayern, Wolfgang Kuhn, von einem Dilemma. Einerseits wolle man Zuwachs, aber der führe unweigerlich zu Neubauten. Dem stimmten Kauer und Heyland aus der lokalen Perspektive zu. Heyland zeigte auch am Beispiel seiner Gemeinde auf, wie man dem Zuzugs- und Wohnungsdruck mittels eines Nachverdichtungskonzepts begegnen könne. Nur so, glaubt Heyland, könne Neubiberg langfristig die Nachverdichtung im Zaum halten und seinen Gartenstadtcharakter bewahren.

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