Hackschnitzelhalle soll umziehen

Gemeinderat Hohenbrunn diskutiert über Kostensteigerung bei Bauhofsanierung

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Der Bauhof Hohenbrunn wird derzeit saniert. Zur Fertigstellung musste der Gemeinderat erneut das Budget erhöhen.

Die Sanierung des Hohenbrunner Bauhofs wird nochmal teurer. Grund: Das Hackschnitzellager soll versetzt werden.

Der Bauhof in Hohenbrunn wird in drei Bauabschnitten saniert. Die ersten beiden Abschnitte sind bereits durchgeführt, nun steht der letzte Teil der Sanierung an. Dazu bat Stefan Forster, Leiter der Bauamtstechnik, den Gemeinderat jetzt um mehr Geld: „Die geschätzten Kosten für den Umbau sind in den ersten beiden Bauabschnitten deutlich gestiegen. Die für den dritten Teil der Sanierung kalkulierten Kosten von 130.000 Euro reichen nicht.“

Schuld an der jüngsten Kostensteigerung ist die Halle, in der die Hackschnitzel für die Heizungsanlage gelagert werden. Diese, so Forster, müsse versetzt werden, da die Bauhofmitarbeiter die Hackschnitzel sonst nicht bequem in die Anlage anliefern könnten. Forsters Vorschlag lautete deshalb: die Halle von der Mitte des Grundstücks an die Seite zu versetzen. Der Abbau und Wiederaufbau der zehn mal 25 Meter langen Halle würde bereits 175.000 Euro kosten, teilte Forster den Gemeinderäten mit. Hinzu bräuchte er 100.000 Euro als Risikoreserve sowie für weitere Planungskosten.

Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) war zwar der Meinung, dass der Platz hinter der Halle ausreichen würde. Aber: „Eine Entscheidung muss jetzt gefällt werden. Es ist dringend zu empfehlen, die Halle zu versetzen.“

Gemeinderat Peter Berger (Freie Wähler) ärgerte sich über die widersprüchlichen Aussagen: „Damals, bevor die Sanierung beschlossen wurde, hat der Bauhofbetreiber noch gesagt, der Platz würde ausreichen. Jetzt reicht er nicht mehr. Man muss sich doch auf die Aussagen verlassen können!“ Anton Fritzmaier (CSU) wies darauf hin, dass die Halle bei dem Beschluss zur Sanierung nicht Teil der Diskussion gewesen sei. „Nur damit eine Umfahrt der Halle gewährleistet werden kann, könnte man die Grünstreifen an der Grundstückgrenze doch befestigen,“ schlug er dem Gremium vor. Zudem denke er, es sei sinnvoll, ein neues Angebot für eine Systemhalle einzuholen, da in dieser Größe ein Abriss günstiger sei. Forster lehnte Fritzmaiers Vorschlag ab, da der Grünstreifen rechtlich gesehen zum Nachbargrundstück gehöre. Auch Martina Kreder-Strugalla (Grüne) sprach sich gegen eine Veränderung an der Halle aus: „Ich bin nur einverstanden, wenn es zwingend notwendig ist. Falls nicht, lassen wir es wie es ist!“ Straßmair drängte, Forster das Geld freizugeben: „Wir brauchen eine Entscheidung!“ Der Gemeinderat folgte ihm: einstimmig beschloss das Gremium, die zusätzlichen Kosten zu genehmigen. Damit steigen die Kosten für die Sanierung von ursprünglich geplanten 3,3 Millionen Euro auf fast 4,2 Millionen Euro an.

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