Beladungsprobleme gehören Vergangenheit an

Gemeinde Aying ersetzt alten Unimog

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Ein alter Unimog der Gemeinde Aying muss ersetzt werden. Nun wurde entschieden, ein MAN- Vorführfahrzeug der BayWa zu übernehmen. Der Schneepflug und die Kehrmaschine können vom alten Gefährt übernommen werden.

Deutlich teurer wird die Ersatzbeschaffung für einen alten Unimog, die der Bauhof der Gemeinde Aying benötigt. Trotzdem entschied sich der Gemeinderat für ein Vorführfahrzeug der BayWa. 160.000 Euro sind heuer im Haushalt für diese Anschaffung vorgesehen (HALLO berichtete).

Tatsächlich kostet der MAN-Lkw mit der entsprechenden Ausstattung 250.000 Euro. Bürgermeister Hans Eichler (PWH) konnte mit den Verantwortlichen bei der BayWa eine Lösung finden: Die Gemeinde kauft das Fahrzeug, bezahlt aber auf zwei Jahre verteilt den Betrag. So belastet heuer nur das Fahrzeug den Haushalt. 2019 überweist die Kommune dann die Kosten für den Aufbau. Bauamtsmitarbeiter Michael Schiller erklärte dem Gemeinderat, dass die Kommune auf dem Fahrzeugmarkt nicht für den vorgesehenen Betrag fündig geworden ist: „Wir konnten kein passendes Fahrzeug finden, das allen Anforderungen entspricht.“ Und der Unimog, der bisher vom Bauhof verwendet wird, hat einfach schon zu viele Jahre auf den Buckel. Er muss ausrangiert werden. Für diesen erhofft sich die Gemeindeverwaltung durchaus noch Verkaufseinnahmen, die aber bei weitem nicht die Mehrkosten für das Ersatzfahrzeug decken werden. Vorteilhaft sei, dass auch beim neuen Fahrzeug der Schneepflug und die Kehrmaschine vom Unimog übernommen werden können. Der MAN-Lkw biete viele Einsatzmöglichkeiten für die täglichen Aufgaben der Bauhofmitarbeiter. Beladungsprobleme gehören der Vergangenheit an, der Kran am Fahrzeugaufbau kann abgenommen werden und auch sonst profitiere die Gemeinde vom neuen Gefährt, so Schiller. Bisher war der MAN als Vorführvorzeug der BayWa im bayerischen Raum unterwegs. Er wurde 2017 produziert und im Februar zugelassen, hat also kaum Kilometer auf dem Tacho. „Trotzdem ist es brutal viel Geld“, merkte Johann Lechner (CSU) an. Aber die Ratsmitglieder waren sich einig, dass der Bauhof das Ersatzfahrzeug benötige. Deswegen stimmten sie der vorgeschlagenen Lösung zu.

Immerhin günstiger fallen die Straßensanierungsmaßnahmen aus, die nunmehr in den Sommerferienmonaten im Ayinger Gemeindegebiet durchgeführt werden. Die notwendige Auftragsvergabe erfolgte durch den Gemeinderat. Ein Unternehmen aus Ebersberg hat den Zuschlag erhalten. Rund 94.000 Euro sollen in Rechnung gestellt werden. Im Haushaltsbudget wären 100.000 Euro drin gewesen. Laut Michael Schiller von der Bauverwaltung sollen die Arbeiten im August und September erbracht werden.

Da wäre zum einen das Furter Feld in Dürrnhaar, wo zwischen dem Parkplatz am Schützenheim und der Ortsgrenze nicht nur asphaltiert werden soll. Hier ist auch die Straßenbeleuchtung vorgesehen. Südlich der Ayinger Sportgaststätte möchte die Gemeinde eine Zufahrt verbessern, damit die An- und Abfahrt besser vonstattengehen kann. An Kleinflächen fallen die Verbindung zwischen Kleinhelfendorf und Blindham (160 Meter im Wald), ein 60 Meter langer Streifen nördlich von Kaps und die gleiche Strecke zwischen Graß und Neumünster auf. Aus dem Vorjahr kommt noch die Buchenstraße in Großhelfendorf.

HALLO berichtete bereits, dass die Gemeinde im November die Arbeiten nicht mehr wünschte, weil die Gefahr zu groß war, dass sie aufgrund der Witterung und Temperaturen nicht den erwünschten Erfolg haben würden.

wjr

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