Ein Baum, viele Paragrafen

Behörden bieten Hilfe bei der Organisation von Festen an

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Wer eine Maifeier veranstalten will, hat viele Verordnungen zu beachten. Doch auch die Maibaumdiebe dürfen ihr Diebesgut nicht einfach so durch die Gegend transportieren!

Bald stellen die Gemeinden wieder ihre Maibäume auf. So einfach, wie dies klingen mag, ist es jedoch noch lange nicht! In einem durchregulierten Land wie Deutschland gibt es dabei ziemlich viele Regeln zu beachten – von Brandschutz über Jugendschutz bis Lebensmittelhygiene. Im Landratsamt München gibt es nun sogar eine eigene Fest-Beauftragte.

Ob bei Brauchtums- oder Vereinsfeiern: Wer ein Fest plant, muss dieses grundsätzlich in der jeweiligen Stadt oder Gemeinde anmelden, in der die Veranstaltung stattfinden soll. Um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten, gibt es verschiedene gesetzliche Vorgaben zu beachten.

Für den Transport von Maibäumen beispielsweise gelten strenge Regeln — selbst wenn diese gestohlen werden. So ist der Transport selbst zwar genehmigungsfrei, allerdings muss die Verkehrssicherung gewährleistet sein. Das heißt: Die Straßen vor und hinter dem Traktorgespann müssen von Polizei, Feuerwehr oder THW frei gehalten werden.

Zwar hatte die Staatsregierung noch vor einem Jahr versprochen, den Bayern das Feiern zu erleichtern und im Zuge dessen

Vorschriften für Feste von Feuerwehren, Schützen-, Burschen- und Sportvereinen und Pfarreien sowie für Trachtenumzüge und wohltätige Veranstaltungen zu vereinfachen. „Ich sage deshalb klar: weg mit unnötiger Bürokratie“, hatte Staatskanzleichef Marcel Huber damals versprochen. Dennoch müssen sich Fest-Organisatoren auch weiterhin an ein umfassendes bundes-, landes- und kommunalrechtliches Regelwerk halten. Denn, so Huber: „Wir machen keine Abstriche bei der Sicherheit der Bevölkerung!“ Aus diesem Grund informieren Rathäuser und das Landratsamt – passend zur anstehenden Freiluft-Feier-Saison – über die Auflagen, die bei der Durchführung der Veranstaltungen eingehalten werden müssen: von der Anmeldung einer öffentlichen Veranstaltung, über Baugenehmigungen für sogenannte fliegende Bauten, Anzeigen von Versammlungen unter freiem Himmel oder der Nutzung von Straßen für beispielsweise Umzüge.

Um den ehrenamtlichen Organisatoren schnelle und unbürokratische Hilfe bei ihren Fragen rund um Vereinsfeiern anbieten zu können und um ihnen den Weg durch die verschiedenen Fachstellen im Landratsamt zu erleichtern, steht künftig sogar eine zentrale Ansprechpartnerin im Büro des Landrats zur Verfügung. Gerda Drotleff ist telefonisch unter 6221-2321 oder per E-Mail an DrotleffG@lra-m.bayern.de erreichbar.

Der Bürgerservice der bayerischen Staatsregierung bietet ebenfalls einen direkten Draht in Fragen rund um Vereins- und Traditionsfeiern an. Das „Sorgentelefon Ehrenamt“ ist erreichbar unter 1222212 oder per E-Mail an direkt@bayern.de.

Verena Möckl

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