"The Munich Show-Mineralientage München"

Im Bann der Mineralien und Kristalle

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Die wohl bekanntesten Mineralien sind Fossilien.
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Besonders schön ist auch der Zusammenschluss von Mineralien.
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In der Sonderausstellung „Alpin“ werden Bergkristalle mit der Tessiner Form gezeigt.
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Hermi Keilmann mit einen ideal gewachsenen Bergkristall im sogenannten Tessiner Habitus.

Die Faszination Mineralien erleben: Das können die Besucher der Mineralientage München ab dem 29. Oktober, auf dem Messegelände in Riem. Um diese Begeisterung zu verstehen, traf HALLO die Mineralogen Johannes und Hermi Keilmann und Rudolf Wewer.

Hier ein Kästchen mit Mineralien, da ein Bergkristall auf dem Regal, die Hausbeleuchtung gefertigt aus einem großen, in Scheiben geschnittenem Mineral und vor der Haustüre findet man Fossilien: Wenn man den Mineralogen und Senior-Organisator der Mineralientage München, Johannes Keilmann, 76 Jahre, in Oberhaching besucht, weiß man sofort, für welche Leidenschaft sein Herz schlägt: klar, Mineralien. „Mit den Augen die Natur erforschen“, das habe ihn schon als kleiner Junge gereizt, berichtet Keilmann. Seitdem ist der Oberhachinger den Mineralien verfallen und organisiert seit 53 Jahren, zusammen mit seiner Frau Hermi Keilmann, 74 Jahre, die Mineralien-Messe „The Munich Show – Mineralientage München“.

Doch was sind Mineralien eigentlich und warum kann man damit tatsächlich ganze Messehallen füllen? Für Rudolf Wewer, 67 Jahre, aus Neubiberg ist die Antwort einfach: „Mineralien sind Kristallarten, die ohne Zutun des Menschen in der Natur entstanden sind, genau wie Quarz, Feldspat oder Glimmer, aber auch wie die Edelsteine, etwa Diamanten oder Aquamarine.“ Wie Johannes Keilmann ist auch Rudolf Wewer Mineraloge und auch bei ihm entstand das Interesse an den Steinen bereits in der Kindheit. Gemeinsam ist den Beiden auch die Liebe und Verbundenheit zur Natur. Mittlerweile haben beide eine riesige Sammlung verschiedenster Mineralien und Kristalle. „Es gibt an die 5000 verschiedenen chemischen Verbindungen, die sich zu Mineralien oder Kristallen zusammengeschlossen haben“, erklärt Wewer.

Diese Fülle locke natürlich Sammler an. „Man möchte möglichst reine, große und farbige, glänzende Stücke, je nach persönlicher Sammlung“, erklärt der Experte. Um nun an diese begehrten Stücke zu kommen, kann man Keilmann zufolge entweder selbst suchen – das ist in Bayern erlaubt – oder man besucht Mineralienbörsen. Die Mineralien-Messe München ist hierbei eine der größten Börsen, wobei die Sammler dort nicht nur nach neuen Stücken Ausschau halten, sondern sich auch einfach nur mit Gleichgesinnten austauschen würden. Aber auch Nicht-Sammler mit Kindern könnten auf der Messe viel erleben, verspricht Keilmann. So gelang es ihm in diesem Jahr, namhafte Einrichtungen wie das Deutsche Museum München und das Natural History Museum London zu überzeugen, wertvolle Mineralien aus deren Kellern und Depots zur Verfügung zu stellen.

Auf 50.000 Quadratmetern Fläche in vier Hallen erwartet die Besucher jedoch auch ein großes Angebot. (siehe Kasten) Doch wo kann man eigentlich Kristalle und Minerale wie Rosenquarz, Bergkristall oder Feldspat finden? Keilmann rät: „Dazu muss man ins Hochgebirge, zum Beispiel in die Schweiz oder nach Südtirol. Aber auch in Berchtesgaden kann man Mineralien finden!“ Wer jetzt aber auf einen großen Diamanten-Fund in den Alpen hofft, der wird enttäuscht sein. Diamanten wachsen eher an den Schloten von Vulkanen... im

Mineralientage 2016

Dies diesjährigen Mineralientage finden am 29. und 30. Oktober jeweils von 9 bis 18 Uhr auf dem Messegelände Riem statt. Erwartet werden 1200 Aussteller.

Es gibt vier Sonderschauen:

• Italienisches Kunsthandwerk aus Florenz

•Sonderschau Alpin: Schätze aus dem Schweizer Kanton Tessin

•Bayerns neuester Meteorit

•Schätze der Volkskunst: Bergmännische Geduldsflaschen sowie zahlreiche Mitmachaktionen für Kinder.

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